Editorial zum Heft
Ein Vorwort für Worte
Wann haben Sie zuletzt mit Ihrem Nachbarn gesprochen? Nicht mit Ihrem Hausnachbarn, eher mit dem Ihrer Bienen. Während manche Artgenossen jenseits der Grundstückslinie sehr offen sind, blicken andere mit Unwohlsein auf die Bienenstöcke. Hier hilft es, sich in die anderen Personen hineinzuversetzen und deren Ängste nicht einfach abzuwinken. Ein „Ach, die tun doch nichts!“ hilft hier nicht weiter – die Floskel kennt jeder zu Genüge von Hundehaltern, deren knurrende Vierbeiner nur die straff gespannte Leine vom Sprung an die Wade abhält. Und langt tatsächlich einmal eine Biene zu, sollte man aufgrund der eigenen Immunität gegen Bienengift nicht davon ausgehen, dass die gestochene Person mit Begeisterung reagiert. Wer hier Verständnis aufbringt, kann sich viel Ärger ersparen.
Kommunikation ist ein wichtiges Thema dieser Ausgabe. So erfahren Sie auf Seite 8 mehr über unsere Podiumsdiskussion „Imkerei und Landwirtschaft – friedliche Kooperation oder Spannungsfeld?“ während des Deutschen Imkertages. Des Weiteren stellen wir Ihnen ab Seite 18 beispielhaft das Probeimkern und die Möglichkeit eines Imkerkurses an einer Volkshochschule vor. Vielleicht findet Ihr Verein hier Anregungen, durch diese Kommunikationsform neue Imker zu gewinnen. Leises oder lautes Schimpfen und Grummeln, das Ihnen beim Ausfüllen Ihrer Steuererklärung entfahren mag, für die wir Ihnen ab Seite 32 nützliche Tipps geben, stellt laut Definition jedoch keine Kommunikation dar.
Ihr
Dr. Sebastian Spiewok
Redakteur


