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Deutsches Bienen-Journal: Wie alles begann

01.02.2017

das erste dbj

Das war die "Erste" – eines der letzten Originalexemplare unserer Nr. 1 in unserem Archiv.

"Kieke an, da isse ja ...!", lauteten die ersten Worte in der lange vorangekündigten ersten Ausgabe des dbj im Januar 1993. Und damit war sie auf dem Markt, die Vereinte, entstanden aus der ostdeutschen Neuen BienenZeitung und dem westdeutschen Deutschen Imker-Journal: ein persönliches deutsches Wiedervereinigungsprojekt des damaligen Chefredakteurs Lothar Müller und seines Teams aus Ost und West.

Das Blau auf dem Titel, das ursprünglich von der kleinerformatigen BienenZeitung stammte, die 1990 in der damals gültigen Weiselfarbe ins Leben gerufen worden war, haben wir als Erkennungsmerkmal bis heute beibehalten – auch heute noch nennen die Imker das dbj "die Blaue".

Ansonsten hat sich während der Zeit das Layout mehrmals sachte verändert. Wir haben mehr Seiten und viel mehr Farbe – im Heft und seit 2015 auch im Verbandsteil. Schauen wir auf die Inhalte der ersten Nummer zurück:

dbj 1/1993 durchgeblättert  das Debüt

"Honig auf dem Prüfstand", hieß es da auf Seite 4. Die Stiftung Warentest hatte 45 Sortenhonige untersucht und herausgefunden, dass beim größten Teil die Sortendeklaration nicht stimmte – in dieser Hinsicht hat sich bis heute nicht viel geändert.
Eine Anzeige für den 2. Apistikustag in Münster beziffert den Eintrittspreis auf 20 DM. Auf drei Seiten bildete der deutsche Honigmarkt einen Schwerpunkt. Dabei ging es besonders um die Eigenvermarktung des Honigs, die Verbesserung seiner Absatzmöglichkeiten und die Gewinnung neuer Honigkunden. In der Nachwendezeit war das, besonders in den neuen Bundesländern, ein sehr brisantes Thema: Schließlich war dort der staatliche Aufkauf weggebrochen, jeder musste sich nun selbst um den Honigverkauf bemühen.

Auf vier Seiten folgte ein Vergleich zwischen Carnica- und Buckfastbiene. Fazit: Die Buckfastbiene bringe den meisten Imkern keinen Vorteil, aber die Imker beider Rassen sollten einander respektieren. Und das in einer Zeit, in der beide Gruppen oft regelrecht verfeindet waren!

Diese Probleme haben sich inzwischen weitgehend gelöst. Friedrich Frick aus Stralsund war der erste Autor unserer bis heute erhaltenen Rubrik "Monatshinweise". Er stellte die Varroabekämpfung in den Mittelpunkt. Das Thema hat bis heute nichts an Aktualität verloren, auch wenn die Methoden sich inzwischen verfeinert haben.

Imkerei aus aller Welt

Apitherapie fand ebenso Eingang in das erste Heft wie die Imkerei aus aller Welt, das Bienenmuseum Illertissen und Berichte von Imkerreisen. In der Heftmitte befanden sich – wie heute – die Verbandsmitteilungen, die damals noch "Aus den Ländern" hießen. Davor standen die Korrespondenzen, in denen es querbeet um alle Belange der Imkerei ging. Auch das ist so geblieben.

Was Chefredakteur Lothar Müller im Editorial schrieb, hat bis heute nichts an seiner Gültigkeit verloren: "Die Verbraucher in Deutschland werden in Zukunft noch bewusster einkaufen und einheimische Produkte von nachweislich geprüfter Qualität bevorzugen. Das ist eine Chance für den Honigabsatz – nutzen wir sie."

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