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100 Prozent Biolandbau möglich

28.12.2017

Kühe

Foto: Sabine Rübensaat

Die Tierhaltung trägt entscheidend dazu bei, ob mehr Biolandbau möglich ist.

Eine weltweite Umstellung auf eine nachhaltige Landwirtschaft ist ohne große Ausdehnung der Anbauflächen trotz wachsender Weltbevölkerung möglich - allerdings nur in Verbindung mit zusätzlichen generellen Veränderungen. Zu diesem Schluss kommt eine internationale Studie unter Federführung des Schweizerischen Forschungsinstituts für biologischen Landbau, die in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde.

Zu den notwendigen Änderungen gehört vor allem eine Reduzierung des Fleischkonsums, da die Tierhaltung viel Fläche beansprucht. Darüber hinaus sollte in der Tierhaltung die Verfütterung von Kraftfutter aufgegeben werden, da diese Ressourcen verbraucht, die auch für die Ernährung der Weltbevölkerung benötigt werden.

Ein weiterer entscheidender Punkt sei, weniger Lebensmittel zu verschwenden – dies betrifft sowohl die Konsumenten als auch die Produzenten und den Handel, da viel Obst und Gemüse bereits vorab unnötig aussortiert wird, beispielsweise krumme Karotten.

Verhaltensänderungen notwendig

In Deutschland macht der Biolandbau laut Bundeslandwirtschaftsministerium rund 7,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus. Generell benötigt die ökologische Landwirtschaft mehr Fläche als die intensive Landwirtschaft, um denselben Ertrag zu erwirtschaften. Daher sind die zusätzlichen Verhaltensänderungen notwendig, um eine Ausdehnung der Anbaufläche abzufedern.

Es ist allerdings fraglich, ob sich beispielsweise eine Veränderung in der Ernährung, die unter anderem durch Bildung beeinflusst wird, entsprechend durchsetzen wird. Zudem stieg in den letzten Jahren auch der Fleischkonsum in einigen Ländern wie Indien und China.

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