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Rückblick: Interview mit einem Fischer

06.12.2017

Bienenstand mit Seeblick

Foto: Saskia Schneider

Bienenstand mit Seeblick

Der letzte Rückblick in diesem Jahr geht nicht ganz so weit zurück. Als Volontärin bin ich erst seit 2016 bei der Redaktion des Deutschen Bienen-Journals dabei. Etwas, das mir aus diesen zwei Jahren aber im Gedächtnis geblieben ist, ist mein erster Außeneinsatz. Dabei ging es darum, einen Imker für unsere Rubrik "Freizeitimker und Beruf" zu besuchen.

Wir waren durch einen Zeitungsartikel auf den Fischer Werner Loch aus Hohen Sprenz in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam geworden, und ich sollte das Porträt übernehmen. Weil es nicht nur meine erste kleine Reportage, sondern auch mein erstes Interview werden würde, war ich entsprechend aufgeregt, als ich zum Termin fuhr.

Interview? "Wenn's denn sein muss"

Der erste Eindruck, den ich von Herrn Loch am Telefon bekommen hatte, machte die Sache nicht einfacher. Auf die Frage, ob ich vorbeikommen und ihn für unsere Zeitschrift interviewen könne, grummelte er: "Naja ..., wenn's denn sein muss."

Bei meinem Besuch stellte sich jedoch heraus, dass er zwar ein bisschen eigenwillig, aber ansonsten ein netter Gesprächspartner war, der gerne von sich und seinem Beruf als Fischer erzählte. Werner Loch hatte auch einige skurrile Anekdoten auf Lager. So erzählte er zum Beispiel, wie er dank Videoüberwachung eines Nachts Leute beim Forellenklauen erwischt und einen besonders frechen Dieb kurzerhand in den See befördert hatte.

Viel über Fische gelernt

Später fuhren wir über den See, und Werner Loch zeigte mir die Stellen, an denen er Reusen ausgelegt hatte. Eigentlich hatte ich mich besonders auf den Bienenstand mit Seeblick gefreut, stellte aber fest, dass Fische mindestens ebenso interessant sein können wie Bienen. Mich faszinierten vor allem die winzigen Forellen im Aufzuchtbecken, die glitzernd durch das blubbernde Wasser schwebten. Ich habe an diesem Tag viel über Fische gelernt und war so überwältigt von der Schönheit der Natur, dass ich erst später die falsche Einstellung an der Kamera bemerkte.

So hatten alle Bilder, die ich bis dahin geschossen hatte, einen Grünstich. Zum Glück gelangen trotzdem noch ein paar tolle Aufnahmen, und am Ende fühlte sich der Tag gar nicht mehr nach Arbeit an, sondern eher wie ein Kurzurlaub - was nicht zuletzt an der netten Bewirtung des Ehepaars Loch mit selbst gebackenem Kuchen lag. Seitdem lasse ich mich vom ersten Eindruck am Telefon nicht mehr verunsichern.

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