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Wie das Titelbild mit dem Papagei entstand

23.05.2017

"Rückblick auf 25 Jahre Deutsches Bienen-Journal": Diesmal geht es um die Geschichte, wie es im Jahr 2006 ein Papagei auf das Titelbild des dbj schaffte und was das mit der Suche nach einer passenden Partnerin zu tun hatte.

Auch Redakteure entwickeln manchmal Ideen, die so gar nichts mit dem Hauptthema ihres Berufes zu tun haben. Als ich 2004 überraschend Besitzerin eines Mohrenkopfpapageis wurde, nahm dieser ziemlich schnell viel Raum in meinem Alltag ein. Für alle, die noch keinen Papagei besessen haben, nur so viel: Ein Hund ist dagegen so einfach zu betreuen wie ein Goldfisch.

(Bild: Chefredakteurin Silke Beckedorf ist seit Anfang 2002 beim dbj)


Die folgenden Jahre waren also zeitlich gut gefüllt mit allem, was Papageien so brauchen. Dazu zählte unter anderem auch der Aufenthalt in Partneragenturen: Nicht für mich, sondern für den Vogel. Ohne Erfolg. Mohri, so hieß das Tier, liebte nur Menschen.In dieser Zeit kam bei meinen Freunden, die nicht nur die Kapriolen des Vogels, sondern auch meinen Berufsweg beim dbj aufmerksam verfolgten, die Frage auf: Kannst du Mohri nicht mal aufs Titelbild deiner Zeitschrift bringen? Er ist doch auch sonst überall dabei! Tja.

Honigfrühstück und Fotoshooting

Ein Papagei auf dem Titel einer Imkerfachzeitschrift? Knifflige Aufgabe! Der Zufall kam mir zu Hilfe. Im Frühjahr 2006 suchten wir ein passendes Titelbild zu einem Beitrag, bei dem es um neu gestaltete Etiketten des Imkerbund-Glases ging. Zufällig rückten die Kinder einer Freundin zu einem Besuch in Berlin an. Ich ergriff die Chance, mit unserer Fotografin Sabine Rübensaat ein Titel-Shooting von einem Honigfrühstück in meiner Wohnung zu machen, bei dem auch der Papagei seinen Auftritt haben sollte.

Wenn Sie glauben, dass Titelfotos immer das wirkliche Leben wiedergeben, irren Sie. Nichts davon ist wahr. Auch nicht, dass man für ein solches Bild einmal auf den Auslöser drückt und danach alle wieder nach Hause gehen. Wir starteten morgens um 9 Uhr. Als Erstes stellte die Fotografin fest, dass meine Küche, in der die Frühstückstafel mit den korrekt etikettierten Honiggläsern fertig aufgebaut war, die hungrigen Kinder daneben, für das Bild zu schmal sei. Also wurde alles wieder abgeräumt und der Frühstückstisch ins Wohnzimmer getragen.

Dort wirkte der Tisch zu groß und sah zu sehr nach Ikea aus. Passend erschien ihr mein Schreibtisch. Den mussten wir erst von Papierstapeln befreien und durch die Wohnung tragen. Als das Möbelstück zur Zufriedenheit der Fotografin in der mittlerweile deutlich veränderten Wohnung platziert worden war, blickte sie durch die Linse und stellte fest, dass die Wand im Hintergrund zu kahl wirkte. Also nahmen wir im Schlafzimmer ein Bild ab und nagelten es hinter der Frühstückstafel an die Wand.

Wenn das Model keinen Honig mag

Nächstes Problem: Lasse, der Junge rechts im Bild, trug einen dunklen Pullover. Geht gar nicht, befand Fotografin Sabine, und durchsuchte ganz ungeniert meinen Kleiderschrank. Sie verordnete Lasse einen roten Pullover, den dieser ohne viel Murren über sein schwarzes Shirt zog.

Zu guter Letzt stellte sich heraus, dass Shirley, das Mädchen in der Mitte, das so herzhaft in das Brötchen beißt, keinen Honig mag. Ich lief also in den nächsten Supermarkt und kaufte gelbe Marmelade, die Honig hinreichend ähnlich sah. Als wir fertig waren, hatte sich das Honigfrühstück bis zum Nachmittag gezogen.

Und Mohri, der Papagei? Der saß die meiste Zeit friedlich auf Lasses Schulter, trug wie gewohnt sein buntes Federkleid, naschte zwischendurch von den Brötchen - und ließ sich liebend gern fotografieren. Die Session war also ein voller Erfolg.

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