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Artenreiche Wiesen verschwinden

07.06.2017

Artenreiche Wiese

Foto: Sabine Rübensaat

Die Landwirtschaft und der Bauboom sorgen dafür, dass es immer weniger Flächen gibt, auf denen Insekten und Wildpflanzen geeigneten Lebensraum finden.

Das Bundesamt für Naturschutz hat die neue Rote Liste der gefährdeten Biotoptypen in Deutschland veröffentlicht. Besonders schlecht steht es demnach um artenreiches Grünland und Streuobstwiesen – beide bieten Bienen Nahrung und Lebensraum.

Es ist die dritte derartige Rote Liste, die das Bundesamt für Naturschutz nun veröffentlicht hat. Die beiden anderen stammen von 1994 und 2006. Seit der letzten Veröffentlichung hat sich der Zustand der Biotoptypen in Deutschland stark verändert - vielfach zum Negativen. So weisen knapp zwei Drittel der in Deutschland vorkommenden Biotoptypen eine hohe Gesamtgefährdung auf und damit auch ein Risiko, dass sie bald komplett verloren gehen.

Besonders verschlechtert hat sich die Situation für die sogenannten Grünlandbiotope. Der Grund: die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft. Dazu gehören auch artenreiche Wiesen und viele Halbtrocken- und Trockenrasen – wichtige Lebensräume für Wild- und Honigbienen, wo sie eigentlich Nahrung und Unterschlupf finden. Sie gelten zu 78 Prozent bzw. zu 85 Prozent als gefährdet. "Mehr als ein Viertel dieser trockenen Grünlandbiotoptypen mussten der höchsten Rote Liste Kategorie zugeordnet werden und sind damit "akut von vollständiger Vernichtung bedroht", heißt es im offiziellen Bericht dazu.

Weniger Platz für Streuobstwiesen

Ein weiteres Problem, das auch die Imker bzw. die Bienen direkt betrifft: auch die Streuobstwiesen als Biotoptyp der Kulturlandschaft ist bedroht. Die Folgen dieser Entwicklung lassen sich laut Bundesumweltministerium am dramatischen Rückgang der Feldvögel, wie Feldlerche, Braunkehlchen oder Kiebitz und der Insektenvielfalt in der Agrarlandschaft ablesen. Der Grund liegt hierbei vorrangig am weiter anhaltenden Flächenverbrauch für Siedlung und Verkehr.

Als eher positiv bewertet der Bericht dagegen die Gefährdungssituation bei vielen Gehölz- und Waldbiotopen, die sich aufgrund einer nachhaltigeren forstlichen Bewirtschaftung stabilisiert habe. Bei den Biotoptypen der Küsten und Fließgewässer zeigen die Entwicklungen der letzten zehn Jahre zum Teil eine Verbesserung der Gefährdungssituation auf.

Die Details des neuen Roten Liste können unter bmub.de nachgelesen werden.>>>

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