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Bienen bestäuben am effizientesten

12.11.2018

Äpfel in einer Plantage

Foto: Sabine Rübensaat

Viele dicke Äpfel am Baum: Das gelingt am besten, wenn Wild- und Honigbienen gemeinsam die Blüten bestäubt haben. Eine Bestäubung nur durch den Wind oder gar per Hand bringen andere Ergebnisse, ergab eine aktuelle Untersuchung direkt in einer Obstplantage.

Gemeinsam mit der Uni Freiburg ging ein Obstbauer am Bodensee der Frage nach, welche Art der Bestäubung am meisten Ertrag bringt: durch Bienen, per Hand oder alleine durch den Wind. Das Ergebnis ist eindeutig.

Wie passiert auf einer Plantage voller Apfelbäume wirklich, wenn es keine Bienen mehr gibt? Kann die Bestäubung per Hand die Leistung von Insekten ersetzen und wenn ja, welcher Aufwand ist dazu nötig? Dieser und einiger anderer Fragen sind die Landschaftsökologin Alexandra-Maria Klein von der Uni Freiburg gemeinsam mit dem Obstbauer Markus Marschall in der Apfelsaison 2018 nachgegangen – und das direkt in der Praxis bzw. Apfelbäumen in der Obstbauregion am Bodensee.

So haben sie mehrere Apfelbäume so mit Netzen verpackt, dass keine Honig- und auch keine Wildbiene Zugang zu den Blüte hatte. Alleine der Wind sollte einen Teil dieser die Blüten bestäuben. Bei anderen – ebenfalls von den Insekten abgeschirmten Obstbaumblüten – nutzte die Wissenschaftlerin einen Pinsel und bestäubte die Blüten per Hand.

Handbestäubung dauert rund eine Stunde pro Baum

Im Ergebnis zeigte sich am Ende des Experiments ganz klar, dass Bienen bei der Bestäubungsleistung eindeutig am effizientesten sind. Wichtig dabei: die Zusammenarbeit von Honig- und Wildbienen. Während die Honigbiene stetig bei der einen Sorte bleibt und so die Bestäubung vieler Blüten garantiert, fliegen die Wildbienen auch mal bei schlechterem Wetter und insgesamt öfter hin und her, zeigte das Experiment. So konnte der Obstbauer von den Bäumen, zu denen die Insekten freien Zugang hatten, viele Äpfel in guter Qualität ernten.

Im Vergleich dazu waren es bei den Bäumen, die auf den Wind als Bestäuber angewiesen waren, weniger Äpfel – allerdings waren auch diese ausreichend groß gewachsen. Von den Bäumen, die per Hand bestäubt wurden, viel die Ernte zwar sehr üppig bzw. sogar am stärksten aus, aber die Äpfel blieben sehr klein und eignen sich nur zum Saft pressen. Bei dieser Art der Bestäubung zeigte sich zudem, welch großer Aufwand nötig ist, damit möglichst viele Blüten bestäubt werden: Pro Baum brauchte die Ökologin etwa eine Stunde.

Einen ausführlichen Bericht über das Experiment kann man unter swr.de nachlesen.

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