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Bienen: Lebenserwartung sinkt bei viel Nachwuchs

21.12.2016

Brutwabe

Foto: Vincent Dietemann, Agroscope

Die Brutpflege übernehmen die jüngsten Bienen im Stock, die älteren fliegen aus, um Nahrung zu suchen.

Die Aufgabenverteilung im Bienenstock ist exakt geregelt, doch für die Wissenschaft noch immer rätselhaft. Forscher haben nun mehr darüber herausgefunden, welche Einfluss das Alter der Bienen hat.

Erst steht für die Arbeiterinnen im Bienenvolk die Brutpflege an, dann werden sie zur Baubiene und verteidigen das Nest und erst als letzte Aufgabe in ihrem Leben verlassen sie den Bienenstock und werden zur Sammelbiene, die das restliche Bienenvolk mit Nahrung versorgt. Welche Aufgabe eine Biene übernimmt, ist unter anderem durch ihr Alter bestimmt.

Ein Schweizer Forschungsteam vom Zentrum für Bienenforschung Agroscope und dem Institut für Bienengesundheit der Universität Bern hat sich diese Arbeitsteilung genauer angesehen und einerseits festgestellt, dass noch wenig über die genaue Organisation dieses komplexen Systems bekannt ist. Andererseits sind sie bei der Frage, welchen Einfluss das Alter der Bienen auf die Aufgabenverteilung hat, ein Stück weiter gekommen: Sie fanden heraus, dass junge Bienen die älteren Bienen dazu veranlassen, Aufgaben ausserhalb des Nestes zu übernehmen. Damit reduzieren sie aber auch deren Lebenserwartung.

Umso mehr Brut ein Bienenvolk hat und umso mehr Bienen jedes Altes im Bienenvolk vorhanden sind, desto kürzer leben die älteren Bienen. Die Sammelbienen sind während ihrer Ausflüge einer vergleichsweise größeren Zahl von Gefahren ausgesetzt wie Krankheitserregern, ungünstigen Wettereinflüssen oder Vögeln, die sie gerne als Nahrung nutzen.

Forschungsergebnisse: Imker können daraus lernen

Die Erkenntnis der Untersuchungen der Schweizer Forscher: Sowohl die Präsenz von Brut als auch die von jungen erwachsenen Bienen reduziert die Lebenserwartung der älteren Bienen deutlich. Durch diese soziale Regulierung des Sammelverhaltens, könnten sich Bienenvölker schnell an ändernde Umwelteinflüsse anpassen.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Erkenntnisse zur Organisation von sozialen Insektenstaaten auch auf andere Bereiche übertragen werden können – etwa die Robotik oder die Altersforschung beim Menschen. Gleichzeitig könnten Imker daraus lernen: So würde das Entnehmen der Brut aus einem Bienenvolk die Lebenserwartung der Arbeiterinnen erhöhen und ihnen ermöglichen andere Aufgaben im Volk wahrzunehmen. Dies könne bei der Bekämpfung der Varroa-Milben helfen.


Weitere Informationen zu dieser Forschung erhalten Sie hier.>>>

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