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Bienenklau: Folge der Winterverluste?

13.06.2017

Bienendiebstahl

Foto: Sabine Rübensaat

Bienendiebstahl: Die Zahlen liegen bislang in diesem Jahr nicht höher als 2016.

Der vergangene Winter war kein guter für die Bienen. Die Verluste an Bienenvölkern lagen in diesem Frühjahr hoch. Doch das ist noch kein Grund für die vielen Diebstahlsmeldungen. Das sagen die offiziellen Zahlen.

Rund zwanzig Prozent der Bienenvölker haben den Winter 2016/2017 nicht überlebt; 60 Prozent aller Imker waren von den Verlusten betroffen. Damit liegen diese im Vergleich zu anderen Jahren hoch, aber dennoch nicht in einem extrem ungewöhnlichen Bereich. Das Fachzentrum für Bienen und Imkerei in Mayen, das jedes Jahr eine umfangreiche Befragung zu den Verlusten durchführt, sieht einen Wert zwischen 10 und 25 Prozent immer noch als "nicht außergewöhnlich" an.

Dennoch haben sich in diesem Frühjahr auch die Meldungen zu Diebstählen an Bienenvölkern gehäuft und schon wurde gemeldet, dass auf die hohen Verluste nun der Bienenklau folgt. Imker, deren Bienen nicht überlebt haben, sollen sich an anderen Bienenständen illegal mit neuen Völkern versorgt haben.

Dass die Diebstahlzahlen höher liegen als in anderen Jahren kann Claudia Leiß vom Versicherungsvermittler Gaede & Glauerdt allerdings nicht bestätigen. Bei ihr laufen die Diebstahlsmeldungen ein, die über die Imkervereine bzw. Landesverbände gesammelt werden. Sie kümmert sich darum, dass Imker, die Mitglied in einem Imkerverein sind und darüber eine Versicherung abgeschlossen haben – je nach Bundesland verschiedene – Schadensersatz bekommen, wenn sie Opfer eines Diebstahls werden.

Bienenklau: So bekommt man Schadensersatz

Laut Leiß ist der Zusammenhang zwischen Winterverlust und Diebstahl eine Befürchtung, den die Medien stärker in die Öffentlichkeit gerückt haben, da die Imkerei und die Bienen dort stärker präsent sind als noch vor ein paar Jahren. "Die Diebstahlszahlen haben über die vergangenen Jahre stark geschwankt und haben manchmal auch in Jahren mit sehr niedrigen Winterverlusten sehr hoch gelegen", sagt die Versicherungsexpertin. Insgesamt zeigt der Trend bei Gaede & Glauerdt zwar, dass mehr Schadensmeldungen wegen Bienendiebstahl eingehen. Da jedoch in den vergangenen Jahren auch erheblich mehr Bienenvölker versichert wurden, da die Zahl der Imker steigt, bleiben die Zahlen auf dem selben Niveau.

"Es gibt auf die Anzahl der eingereichten Diebstahlschäden bei uns bundesweit keinen nennenswerten Anstieg im Vergleich zu 2016", sagt Claudia Leiß. So verzeichnete Gaede & Glauerdt zwischen dem 1. Januar und dem 1. Juni 2016 insgesamt 133 Diebstahlschäden und zwischen dem 1. Januar und dem 1. Juni 2017 bislang 124 Diebstahlschäden, wobei sich rund 15 noch in Bearbeitung befinden.

Imker, die Schadensersatz für ein oder mehrere Bienenvölker melden wollen, müssen sich übrigens an genaue Regularien halten, die die Versicherung bezahlt. Sie müssen sich nach den Schadensrichtlinien der Versicherer richten. Diese - genauso wie die Summen, die in den einzelnen Bundesländern für Bienenvölker, Beuten und Ableger gezahlt werden – sind online nachzulesen unter imkerversicherung.de.

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