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Bienenwachs: Nur noch wenige Tage für die Online-Petition

09.03.2017

Wachsskandal

Foto: Sabine Rübensaat

Stearin, Paraffin oder reines Bienenwachs?: Wer derzeit Mittelwände kauft, kann unter Umständen auch verunreinigtes Wachs bekommen.

Imker Markus Gann setzt sich per Online-Petition für verbindliche Qualitätsstandards für Bienenwachs ein. Die Unterschriftensammlung läuft in weniger Tagen aus. Was dahinter steckt und was die Ziele sind, lesen Sie hier.

Markus Gann ist einer der Imker, die direkt vom Skandal um verunreinigtes Bienenwachs betroffen sind. Er hat Mittelwände gekauft und in seine Bienenvölker gehängt, die mit Stearin gestreckt waren. Die Folge: Fast alle seiner Bienenvölker und viele Ableger sind eingegangen.

Der Grund dafür, dass ein großer Teil der Bienenlarven in den Brutzellen abgestorben ist, liegt voraussichtlich im Lösemittel aus dem Produktionsprozess der Mittelwände. Markus Gann hat die Mittelwände per Wachsanalyse untersuchen lassen. Dass es sich bei den Verunreinigungen um Stearin gehandelt hat, ist eine neue Erscheinung. In anderen bekannt gewordenen Fällen von gestreckten Wachs handelte es sich meist um Beimischungen von Paraffin.

Ziel der Petition: Definition von "Bienenwachs" ändern

Um etwas gegen den aktuellen Wachsskandal zu unternehmen, hat Markus Gann die Online-Petition "Sauberes Bienenwachs, gesündere Bienen, gesündere Menschen!" gestartet und setzt sich damit für verbindliche Qualitätsstandards beim Wachs ein. Diese Petition hat er auch beim Deutschen Bundestag eingereicht.

Mit der Petition möchte der betroffene Imker den Deutschen Bundestag dazu auffordern, dass Bienenwachs als "von Bienen selbst geschwitztes Wachs" in der Honigverordnung definiert wird. So soll verhindert werden, dass mit Paraffin, Stearin oder anderen Beimischungen gestrecktes Wachs als "Bienenwachs" in den Umlauf kommen kann.

Seine konkrete Forderung lautet: "Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Bienenwachs klar definiert und mangels Aufnahmemöglichkeit in die Honigverordnung (HonigV) eine eigene Bienenwachsverordnung beschlossen wird".

Doch zur Änderung der HonigV bedarf es einer Änderung der EU-Honigverordnung. Sofern dies mit dieser Petition nicht angestossen werden kann, fordert Gann mit seinem Petitionsschreiben die deutsche Politik auf, eine eigene Bienenwachsverordnung zu erstellen.

Der gesamte Text kann hier nachgelesen werden.>>>

NDas Verfahren beim Deutschen Bundestag ist jedoch sehr langwierig und es wird nach Angaben von Gann noch etwas dauern, bis die Petition dort online zu finden ist. Deshalb sammelt der Imker auch Unterschriften über das Portal openpetition.de. Hier läuft die Unterschriftensammlung jedoch schon in wenigen Tagen aus. Wenn Sie Markus Gann noch unterstützen wollen, können Sie hier mehr über seinen Einsatz lesen.>>>

Mehr dazu, was vom Wachsskandal betroffene Imker jetzt noch tun können, lesen Sie hier.>>>


 

Kommentare

Oliver Farin, 09. November 2016, 15:04:23:
Ich unterstütze die Petition

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