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Bienenwachs: Petition an Bundestag ist online

10.06.2017

Wachsskandal

Foto: Sabine Rübensaat

Stearin, Paraffin oder reines Bienenwachs?: Wer derzeit Mittelwände kauft, kann unter Umständen auch verunreinigtes Wachs bekommen.

Imker Markus Gann setzt sich per Online-Petition für verbindliche Qualitätsstandards für Bienenwachs ein. Die Unterschriftensammlung läuft noch bis zum 5. Juli. Was dahinter steckt und was die Ziele sind, lesen Sie hier.

Markus Gann ist einer der Imker, die direkt vom Skandal um verunreinigtes Bienenwachs betroffen sind. Er hat Mittelwände gekauft und im vergangenen Jahr in seine Bienenvölker gehängt. Diese waren mit Stearin gestreckt. Die Folge: Fast alle seiner Bienenvölker und viele Ableger sind eingegangen.

Der Grund dafür, dass ein großer Teil der Bienenlarven in den Brutzellen abgestorben ist, liegt voraussichtlich im Lösemittel aus dem Produktionsprozess der Mittelwände. Markus Gann hat die Mittelwände per Wachsanalyse untersuchen lassen. Dass es sich bei den Verunreinigungen um Stearin gehandelt hat, ist eine neue Erscheinung. In anderen bekannt gewordenen Fällen von gestreckten Wachs handelte es sich meist um Beimischungen von Paraffin.

Ziel der Petition: Definition von "Bienenwachs" ändern

Um etwas gegen den aktuellen Wachsskandal zu unternehmen, hat Markus Gann eine Online-Petition gestartet und setzt sich damit für verbindliche Qualitätsstandards beim Wachs ein. Diese Petition hat er beim Deutschen Bundestag eingereicht und am 7. Juni 2017 wurde sie veröffentlicht. Einen Monat lang läuft nun hier die Unterschriftensammlung.

Mit der Petition möchte der betroffene Imker den Deutschen Bundestag dazu auffordern, dass Bienenwachs als "von Bienen selbst geschwitztes Wachs" in der Honigverordnung definiert wird. So soll verhindert werden, dass mit Paraffin, Stearin oder anderen Beimischungen gestrecktes Wachs als "Bienenwachs" in den Umlauf kommen kann.

Seine konkrete Forderung lautet: "Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Bienenwachs klar definiert und mangels Aufnahmemöglichkeit in die Honigverordnung (HonigV) eine eigene Bienenwachsverordnung beschlossen wird".

Doch zur Änderung der HonigV bedarf es einer Änderung der EU-Honigverordnung. Sofern dies mit dieser Petition nicht angestossen werden kann, fordert Gann mit seinem Petitionsschreiben die deutsche Politik auf, eine eigene Bienenwachsverordnung zu erstellen.

Den gesamten Petitionstext und die Möglichkeit zu unterschreiben gibt es hier.>>>

Wenn Sie Markus Gann unterstützen wollen, können Sie hier mehr über seinen Einsatz lesen.>>>

Mehr dazu, was vom Wachsskandal betroffene Imker tun können, lesen Sie hier.>>>



 

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