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Bienenwölfe schützen sich mit Antibiotika-Cocktail

25.02.2018

Bienenwolf

Foto: Martin Kaltenpoth

Ein weiblicher Bienenwolf der Art Philanthus basilaris vor seinem Nesteingang.

Nicht nur Menschen nutzen Antibiotika zur Bekämpfung von Krankheiten, sondern auch Bienenwölfe. Das Problem der Resistenzen kennt dieser Wespenart allerdings nicht. Sie nutzt einen Wirkstoff-Cocktail – und das schon seit Millionen von Jahren.

Der Bienenwolf, eine solitäre Grabwespe, legt für ihre Nachkommen gelähmte Bienen als Vorräte in unterirdischen Brutzellen an. Wenn die Larve schlüpft, liegt der Proviant bereits parat und wartet – allerdings mit ihr vergraben im Boden. Dort ist die Gefahr durch schnell wachsende Schimmelpilze sehr hoch und die Bienenwölfe müssen besondere Schutzmechanismen anwenden. So züchten die Weibchen in ihren Antennen Bakterien der Gattung Streptomyces, die sie ebenfalls in die Brutzelle geben. Diese wiederum produzieren mehrere unterschiedliche Antibiotika - quasi ein Antibiotika-Cocktail als schützende Schicht.

Bienenwölfe kennen keine Resistenzen gegen Schimmelpilze

Genau dieser vielfältige Cocktail, der aus rund 45 Substanzen besteht, verhindert, dass die Bienenwölfe resistent gegen die schützenden Wirkstoffe werden, wie man das etwa vom Antibiotika-Einsatz beim Menschen kennt. Die Schimmelpilze haben also keine Chance den Bienenwölfen zu schaden. Dass der besondere Cocktail und vor allem die Tatsache, dass sich keine Resistenzen bilden, erfolgreich wirkt, konnte ein Team von Forschern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena nun anhand neuer Forschungen belegen.

Die zentralen Ergebnisse lauten: Die Vielfalt der Substanzen des beschriebenen Antibiotika-Cocktails ist nicht nur weitaus höher als bislang angenommen, sondern sei seit vielen Millionen Jahren erstaunlich stabil geblieben. Das meldet die Uni Mainz. Die Ergebnisse der Studie wurden nun im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America veröffentlicht.

Weitere Infos gibt es hier.>>> 

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