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Buchweizenhonig immer beliebter

03.11.2017

Buchweizenblüte

Foto: Sabine Rübensaat

Buchweizen ist ein sogenanntes Pseudogetreide, ein schlechter Selbstbestäuber und freut sich deshalb über den Besuch von vielen Bienen.

Buchweizenhonig: Die einen lieben ihn. Andere können seinem gewöhnungsbedürftigen Geruch nichts abgewinnen, denn der Honig enthält Buttersäure und Valeriansäure. Dennoch erfreut er sich wachsender Beliebtheit. Das steckt dahinter.

Fünf Fragen an Kenner des Buchweizenhonigs: Birgit Lichtenberg-Kraag vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen-Neuendorf, die bereits viele Buchweizenhonige untersucht hat, Imker Holger Ackermann, der seit Jahren Buchweizenhonig erntet und Dr. Sebastian Spiewok, dbj-Redakteur, der sich intensiv mit der steigenden Beliebtheit des Honigs auseinander gesetzt hat.

Was macht den Buchweizenhonig so besonders?

Birgit Lichtenberg-Kraag: Unsere Erfahrungswerte aus den letzten zehn Jahren zeigen, dass Buchweizenhonig sehr inhaltsstoffreich ist, und seine Invertaseaktivität die Werte aller anderen Honige schlägt. Der Mittelwert von 205 U/kg liegt deutlich über dem Durchschnitt. Auch die Werte für Diastase sind mit 65 bis 75 Einheiten sehr hoch. Die meisten Honige liegen nur zwischen 15 und 35 Einheiten.

Wird wirklich immer mehr Buchweizenhonigs geerntet?

Birgit Lichtenberg-Kraag: Ja, Buchweizenhonig wird wieder vermehrt geerntet und so erhalten wir auch mehr Gläser zur Untersuchung.

Wie hoch liegt der Verkaufswert von Buchweizenhonig und wer sind die Kunden?

Holger Ackermann: Ich verkaufe das 500-g-Glas für 7,50 Euro. Vor allem Kunden mit osteuropäischer und russischer Abstammung sind dankbare Abnehmer.

Stimmt es, dass man viel Geduld braucht, wenn man Buchweizenhonig ernten will, da der Buchweizen lange blüht, aber nicht so viel Nektar hat?

Holger Ackermann: Im Grunde handelt es sich um eine Läppertracht. Man muss warten können. Die Pflanzen honigen meines Wissens nach nur etwa zwei Stunden am Vor- und eine am Nachmittag. Da tragen die Bienen nicht so viel ein.

Ist die Sortenbestimmung beim Buchweizenhonig wirklich komplizierter als bei anderen Honigen?

Dr. Sebastian Spiewok: Für die Bestimmung der Sorte anhand einer Pollenanalyse muss beachtet werden, dass der Buchweizenpollen im Honig stark unterrepräsentiert ist - die Bienen bringen also relativ wenig Pollen mit. An der Technischen Universität Dresden wird zurzeit untersucht, ob sich bestimmte Aromastoffe dieses Honigs als Identifikationsmerkmale zur Sortenbestimmung eignen.

Einen ausführlichen Beitrag über den Buchweizenhonig lesen Sie in der November-Ausgabe des Deutschen Bienen-Journals.

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