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Chili-Anbau: Brandrodung schafft Lebensraum für Bienen

11.02.2017

Chilis

Foto: Sabine Rübensaat

Chili-Pflanzen werden von Bienen und anderen Insekten bestäubt – sowohl diese herkömmlichen Chilis als auch die besonders scharfen Habanero-Chilis aus Mexico.

Brandrodung gilt nicht gerade als umwelt- und tierfreundlich. Beim Anbau von Habanero-Chilis in Mexico zeigt sie sich dennoch positiv: Furchenbienen finden dadurch geeigneten Lebensraum.

Die Pflanzen der Habanero-Chilis sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Vor allem die Wildbienengattung der Furchenbienen kann hier gute Dienste leisten. In Mexico, einem wichtigen Anbauland der Chilis, genauer gesagt auf der Halbinsel Yucatán gehört zum klassischen Chili-Anbau für die Bauern die Brandrodung zur Tradition.

Obwohl diese Art der Erschließung von Anbauflächen nicht gerade als umweltfreundlich gilt und normalerweise eher Lebensraum von Tieren vernichtet, bringt er hier sowohl dem Chili-Anbau als auch den Furchenbienen Vorteile. Wie Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) herausgefunden haben, entsteht durch die Brandrodung und das darauf folgende Brachliegen der Felder genau der Lebensraum, den die Wildbienen brauchen, um sich gut zu vermehren.

Felder mit großer Vielfalt: Wildbienen profitieren

Die Kleinbauern gehen wie folgt vor: Sie roden kleine Landabschnitte und bauen verschiedene Feldfrüchte an - nicht nur Chilis. Der Anbau wechselt mit einer Zeit des Brachliegens ab und da es nahe den Feldern auch Weiden und Wälder gibt, entstehen "mosaikartige Landschaften" und abwechslungsreiche Habitate für die Bienen.

Davon, dass sich die Wildbienen hier wohlfühlen, profitieren wiederum die Kleinbauern. Sie sind auf die Insekten zur Bestäubung von Habanero-Chilis angewiesen. Dabei machen sie eigentlich nicht viel anderes, als auf ihren Feldern eine große Vielfalt zu bieten und dem Boden hin und wieder eine Auszeit zu gönnen - allerdings unter der Voraussetzung der Brandrodung.

Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler unter der Leitung von Prof. Dr. Robert Paxton vom Institut für Biologie der MLU 37 Ackerflächen auf Yucatán untersucht. Die Ergebnisse der Studie wurden kürzlich im "Journal of Applied Ecology" veröffentlicht.
Themen: Wildbiene, Mexiko

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