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Die Bienen hungern

07.05.2017

Bienenfutter

Foto: Sabine Rübensaat

Bitte Füttern: Viele Bienenvölker haben kein Winterfutter mehr und finden auch keinen Nektar, da es zu kalt ist.

Es ist kalt und nass in Deutschland. Das Frühjahr 2017 will nicht so richtig starten und die Bienen hungern vielerorts. Mit dem Appell "Futter statt Frühtracht" wendet sich Jens Radtke vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf an die Imker.

Ob Ahorn-, Obstbaum- oder Löwenzahnblüte – das was jetzt im Frühjahr normalerweise blüht, den Bienen Nahrung bietet und für den ersten Honig sorgt, den Imker ernten können, dessen Blüten sind in einigen Regionen Deutschlands erfroren. Die kalte Witterung im April und Mai hat Folgen – auch für die Bienen. So finden die Völker kaum Nahrung oder verbrauchen das Gefundene sofort wieder. Zwar sind einzelne aus der Brut gegangen, doch viele Völker haben ordentlich Brut angelegt. Sie leiden nun unter Futtermangel.

Das hat nun Jens Radtke vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf dazu veranlasst einen Appell an die Imkerschaft zu schreiben und zu veröffentlichen. Unter dem Titel "Futter statt Frühtracht" weist er auf die gefährliche Situation hin. Er berichtet, dass bereits erste Bienenstände wegen der Hungersnot zusammenbrechen, obwohl sie eigentlich mit viel Winterfutter versorgt waren.

Futterkontrolle und Füttern

Radtke rät zu dringenden Futterkontrollen, denn die kühlen Temperaturen sollen noch bis mindestens Mitte Mai anhalten. Bei der Kontrolle sollten aber nur die Waben direkt am Brutnest gezogen werden.

Bienenvölker und Ableger, die keine Futterkränze auf den Brutwaben mehr haben und nicht mindestens fünf Kilogramm Futter in den Randwaben, müssten nun gefüttert werden. Bei verkleinertem Flugloch gibt man den Bienen fünf Liter Zuckerlösung, die im Verhältnis 3:2 angerührt wird oder die gleiche Menge an Fertigflüssigfutter. Das sollte man laut Radtke nach drei bis vier Tagen nochmals wiederholen, damit die Bienenvölker einen kleinen Vorrat anlegen können.

Nicht vergessen: Wer schon einen Honigraum aufgesetzt hat, muss diesen wieder entfernen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die Bienen auch hier Futter einlagern.

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