1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Europäische Bürgerinitiative abgelehnt

17.09.2014

Could not get image resource for "/fileadmin/bj/Aktuelles/Meldungen/Mais_TTIP.JPG".

© Sabine Rübensaat

Das transatlantische Freihandelsabkommen wird von Aktivisten als mögliches Einfallstor für gentechnisch veränderte Produkte angesehen.

Der Naturschutzbund Nabu hatte im Juli gemeinsam mit rund 150 weiteren Organisationen eine Europäische Bürgerinitiative gegen das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP angemeldet. Ziel war es EU-weit so viele Unterschriften zu sammeln, dass die EU-Kommission und das europäische Parlament über den möglichen Stopp der beiden Freihandelsabkommen diskutieren müssen. Vor wenigen Tagen wurde die Bürgerinitiative aus formellen Gründen von der EU-Kommission abgelehnt. Erste Reaktionen auf die Entscheidung zeigen, dass diese nicht dem Demokratieverständnis der Mehrheit der europäischen Bevölkerung entspricht.

Dazu sagt der Präsident des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.), Peter Maske: „Eine grundsätzliche Ablehnung oder Zustimmung zum Freihandelsabkommen ist nach meiner Einschätzung bisher nur schwer möglich aus dem Grund, da der genaue Vertragsentwurf nicht bekannt ist. Jedoch wirft die Art der Vorgehensweise bei den Verhandlungen bereits ein fragwürdiges Licht auf das Abkommen. Der D.I.B. wird daher sehr genau die Entwicklung verfolgen.“

In Bezug auf das Produkt Honig steht für Maske fest: Die erreichten hohen Qualitätsstandards in Deutschland dürfen durch das Abkommen nicht gefährdet werden. „Für unser Verbandswarenzeichen „Echter Deutscher Honig“ sehen wir derzeit keine Probleme, da für dieses privatrechtliche Anforderungen gelten auf die die Freihandelsabkommen keinen Einfluss haben werden“, erklärt Maske. „Unsere Marke würde sich bei einer eventuellen Qualitätsaufweichung wahrscheinlich sogar im positiven Sinne abgrenzen.

Eine Gefahr, die nach Ansicht des D.I.B. jedoch entstehen könnte, betrifft den Bereich der Grünen Gentechnik. „Hier muss zum einen die Wahlfreiheit des Verbrauchers bei gentechnikfreien Lebensmitteln in Deutschland und in Europa erhalten bleiben“, führt Maske aus. „Das gilt besonders bei Honig als unverfälschtes Naturprodukt. Zum anderen ist Imkerei und Gentechnik in der Landwirtschaft mit den derzeit geltenden Gesetzen nicht vereinbar, da Bienen als natürliche Pollenüberträger vor Gentechnikeinträgen nicht geschützt sind. Wir werden weiterhin dafür kämpfen, dass unser Honig frei von gentechnisch veränderten Organismen bleibt und Gentechnik nicht zur Existenzbedrohung der Imkereibetriebe wird.“

Petra Friedrich, Pressesprecherin D.I.B.

Themen

Social Media

Folgen Sie uns auf Facebook   Folgen Sie uns auf YouTube   Folgen Sie uns auf Twitter.   Folgen Sie uns auf Google+.

Logo Hummeln im Arsch

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr