1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Glyphosat: Weitere Zulassung ungewiss

12.05.2016

Traktor verteilt Pflanzenschutzmittel

Foto: Sabine Rübensaat

Auf vielen Äckern wird Glyphosat regelmäßig versprüht. Das hat auch für die Bienen Folgen.

Dass das Pflanzenschutzmittel Glyphosat eine neue Zulassung bekommt, steht auf der Kippe. Schon im März wollten die EU-Länder darüber entscheiden. Doch der Abstimmungsversuch ist gescheitert, weil keine Mehrheit zustande kam. In der kommenden Woche steht die nächste Abstimmung an und wie es derzeit aussieht, wird sich Deutschland diesmal enthalten.

Das CSU-geführte Bundeslandwirtschaftsministerium hat eigentlich geplant, für die weitere Zulassung zu stimmen, doch es bekommt nun keine Unterstützung mehr von den SPD-geführten Ministerien.

Wie am heutigen Donnerstag bekannt wurde, unterstützen Bundesumweltministerin Ursula Hendricks und Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel den Pläne nicht mehr. Die Uneinigkeit in der Bundesregierung wird nun voraussichtlich dazu führen, dass sich Deutschland bei der Abstimmung enthält. Damit steigen die Chancen, dass eine weitere Zulassung von Glyphosat nicht genehmigt wird.

Glyphosat weltweit sehr häufig angewendet

"Dass Glyphosat negative Auswirkungen auf die Umwelt hat, ist nachgewiesen. Das muss bei der Zulassung umfassend berücksichtigt werden", sagte Hendricks einen Online-Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge. Sie beruft sich auf die Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO, die Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" für Menschen eingestuft hatte. Dieser Einschätzung hatte die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) und das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung widersprochen - Voraussetzung: das Mittel wird korrekt angewendet.

Glyphosat zählt zu den weltweit am häufigsten verwendeten Pflanzenschutzmitteln. Es findet sowohl in der Landwirtschaft als auch in vielen privaten Gärten als Unkrautvernichtungsmittel Round-Up Anwendung. In Deutschland werden laut Bund für Umwelt und Naturschutz 40 Prozent der Ackerflächen mit Glyphosat behandelt, so viel wie mit keinem anderen Pestizid. Und es hinterlässt Spuren: Im Getreide, im menschlichen Urin und auch im Bier. Dazu wurden in den vergangenen Monaten mehrere Studien veröffentlicht.

Glyphosat wirkt zudem schädlich für Bienen - insbesondere was das Orientierungsverhalten betrifft. Die Imkerverbände fordern daher ein Verbot des Wirkstoffes.

Themen

Social Media

Folgen Sie uns auf Facebook   Folgen Sie uns auf YouTube   Folgen Sie uns auf Twitter.   Folgen Sie uns auf Google+.

Deutscher Imkerkalender
Logo Hummeln im Arsch

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr