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Heißer September: Folgen für die Bienen?

19.09.2016

Bienen am Flugloch

Foto: Sabine Rübensaat

Bienen am Flugloch: Der September 2016 bringt ihnen hochsommerliche Temperaturen.

In der vergangenen Woche war es für September ungewöhnlich heiß und die Bienen sind noch fleißig umhergeflogen. Hat das Folgen – etwa für die Einfütterung oder den Varroa-Befall?

Über 30 Grad Celsius erreicht die Anzeige des Thermometers in der vergangenen Woche in einigen Regionen Deutschlands – und das im Spätsommermonat September. Die Bienen sind eigentlich schon eingewintert: gegen die Varroa-Milbe behandelt und mit Futter versorgt. Aufgrund der heißen Temperaturen sind sie allerdings noch aktiver als bei schlechtem Wetter.

Große Sorgen müssen sich Imker aber dennoch nicht machen, denn ein solches Wetter kann im September immer mal auftreten. Zwar rät Christoph Otten, der Leiter des Fachzentrums für Bienen und Imkerei in Mayen dazu, jetzt nochmals stichprobenartig den Varroa-Befall zu kontrollieren. Es könnte nämlich sein, dass die vielen Bienen, die noch unterwegs sind, zusammengebrochene Völker eher finden, ausräubern und sich so wieder Milben einfangen. Einen Grund zur Panik sieht Otten allerdings nicht.

Warnung vor Melezitose-Honig

Gemeldet haben sich bei ihm bisher auch nur einige Imker, die jetzt einen verstärkten Eintrag von Melezitose-Honig registriert haben. "Wenn das der Fall ist, müssen Imker darauf achten, dass sie diesen Honig aus den Völkern nehmen", sagt Christoph Otten.

Überwintern sollten die Bienen nicht auf Melezitose-Honig, da sie ihn nicht aus den Waben bekommen. Sie könnten so, trotz voller Waben und einen Beutengewicht, das auf genügend Futter hindeutet, verhungern.

Melezitose ist eine Zuckerart, die im Honigtau vorkommt und dafür sorgt, dass der Honig so stark auskristallisiert, dass er – vor allem bei kaltem Wetter – kaum mehr aus den Waben zu lösen ist. Melezitose-Honig wird deshalb auch Zement-Honig genannt.

Kontrolle, wenn es länger warm bleibt

Zur Kontrolle rät auch Christian Dreher, Fachberater für Imkerei vom Bieneninstitut Kirchhain. Zwar sieht auch er das ungewöhnlich heiße Wetter im September noch nicht als kritisch für die Überwinterung an. "Wenn es jedoch im Oktober oder gar bis in den November hinein gutes Flugwetter für die Bienen gibt, könnte es sein, dass nachgefüttert werden muss", sagt er.

Welche Arbeiten im September bei den Bienen im normalen Jahresverlauf anstehen, zeigen die aktuellen Monatshinweise.>>>



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