1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

"Hey Honigbiene, wie geht es Dir?"

03.08.2019

Konferenz Learning from the bees

Foto: Mellifera e. V.

Die Konferenz "Learning from the bees" findet am 31. August und 1. September 2019 in Berlin statt.

Ende August findet in Berlin die Konferenz "Learning from the bees statt". Wissenschaftler, Landwirte, Förster und Imker diskutieren darüber, was man tun kann, damit es den Bienen besser geht. Antworten gibt die Biene selbst. Heinz Risse, der die Konferenz mit organisiert, erklärt im Interview, warum dazu ein Zeidler-Workshop gehört.

DBJ: Die Konferenz "Learning from the bees" stellt die naturnahe Bienenhaltung anderen Imkereipraktiken gegenüber und bringt dabei auch der Zeidlerei eine große/neue Bedeutung bei. Welche Ziele hat die Konferenz?

Risse: Ich hasse dieses Lagerdenken, denn es geht nicht darum, welche Art der Bienenhaltung die beste ist. Es geht um die Biene selbst und was wir tun können, damit es ihr besser geht. Wir können viel von der Biene lernen und sie zeigt uns auch, was sie braucht. Genau deshalb haben wir Wissenschaftler eingeladen, die sehr viel Erfahrung darin haben, die Biene zu beobachten und sich zeigen zu lassen, wie man mit Problemen umgeht - etwa Randolf Menzel, wenn es um die Neonicotinoide geht, Thomas Radetzki, wenn es um die Monokulturen in der Land- und Forstwirtschaft geht und auch Torben Schiffer, der sich damit beschäftigt, ob die Behausungen, die wir den Bienen bieten, geeignet sind.

DBJ: Die Konferenz findet in Berlin statt und hier wird derzeit sehr stark darüber diskutiert, ob es nicht eventuell schon "zu viele" Stadtimker gibt. Was halten Sie von der Debatte über Stadt und Land als Lebensraum für die Biene?

Risse: Auch hierbei stelle ich unsere zentrale Frage in den Mittelpunkt, die wir stellen müssen: "Hey Biene, wie geht es Dir?", denn davon sollten wir immer ausgehen. Die Bienendichte in Berlin ist hoch, aber solange es den Bienen gut geht und solange sie Nahrung finden, ist der Weg in Ordnung. Wenn nicht, müssen wir reagieren. Dazu müssen wir aber auch im Anschluss fragen: "Imker, wie geht es Dir damit?", wir müssen Förster und Landwirte fragen, wie es ihren Wäldern und Äckern geht, wir müssen fragen wie es der Natur geht. Wir müssen Brücken bauen zwischen alle den Beteiligten und gemeinsam überlegen, wie es der Biene und am Ende eben der gesamten Natur wieder gut gehen kann.

DBJ: Sind das also die zentralen Fragen in der heutigen Bienenhaltung? Wo sehen Sie die Zeidlerei dabei?

Risse: Genau. Die Zeidlerei stellt die Form der Bienenhaltung dar, die sich die Bienen über Jahr Millionen selbst ausgesucht haben und von der wir lernen können. Dabei gibt es aber auch kein Richtig oder Falsch, denn wir können nun nicht alle dazu übergehen, nur noch Bienen wild in den Bäumen anzusiedeln. Wo es möglich ist, ist es aber wohl die naturnäheste Form. Wir wollen bei der Konferenz darüber sprechen und geben deshalb auch im Vorfeld einen Workshop. Außerdem wird am ersten Tag Thomas D. Seeley den Hauptvortrag halten über seine Erfahrungen mit der Honigbiene in der Wildnis.

Die Konferenz "Learning from the bees" findet am 31. August und 1. September 2019 in Berlin statt. Der Zeidlerei-Workshop startet bereits am 29. August. Weitere Infos gibt es hier.>>>

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr