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Hummelfußball

13.03.2017

Fußballspielende Hummel

Fotos und Video: Olli J. Loukola/Queen-Mary-Universität London

Fußballspielende Hummel: Hummeln können auch Handlungen lernen, die nichts mit ihren natürlichen Verhaltensweisen zu tun haben.

Genau wie Honigbienen können auch Hummeln Farben, Formen und Düfte lernen. Das macht auch Sinn, denn sie sammeln an vielen unterschiedlichen Blüten, welche sie wiederfinden müssen. Doch Wissenschaftler der Queen-Mary-Universität in London gingen jetzt einen ganzen Schritt weiter und brachten den Hummeln etwas bei, was völlig fern von ihrem natürlichen Verhaltensrepertoire liegt: Fußballspielen.

In Ihrer neuen Studie, die kürzlich in Science publiziert wurde, demonstrieren Dr. Olli Loukola und sein Team, wie sie Hummeln beibringen, einen Ball, der so groß ist wie Tiere selbst, in ein Ziel zu schieben, um dafür eine Belohnung in Form von Zuckerwasser zu bekommen.

Dabei testete sie verschiedene Versuchsdesigns, in denen es aber immer darum ging, dass die Hummeln einen Ball auf einen bestimmten Platz des Versuchsfeldes schieben. Die meisten Tiere lernten schnell die Aufgabe zu bewältigen. Vor allem, wenn die Forscher es ihnen mithilfe einer Plastikbiene, die sie an einem Stab bewegten, vormachten oder sie einer erfahrenen Hummel dabei zusahen.

Komplexe Problemstellung: Kein Problem für Hummeln

Im vergangenen Jahr sorgte das Forscherteam bereits mit einem anderen Hummelexperiment für Aufsehen, als sie den Tieren beibrachten an Schnüren zu ziehen, um an eine Belohnung in der Mitte einer blauen Scheibe zu kommen (dbj 12/2016). Aber während das Ziehen an einem Gegenstand nicht ganz so weit entfernt vom natürlichen Verhalten der Hummeln ist – wenn sie beispielsweise Dreck oder tote Artgenossen aus dem Nest entfernen müssen – ist das Bewegen eines runden Gegenstandes auf einen bestimmten Platz etwas völlig Neuartiges für die Tiere.

"Es ist weit weg von allem, was Hummeln sonst in ihrem Leben sehen oder tun", erklärt Koautor Clint Perry. "Es gibt in der Natur keine Blumen, die von ihren Bestäubern verlangen, einen Ball oder ein anderes Objekt in ihnen herumzuschieben." Die Forscher glauben, die Fähigkeit der Hummeln komplexe Problemstellungen auch außerhalb ihres natürlichen Verhaltens zu lösen, hilft den Tieren in einer sich ständig ändernden Umwelt zu überleben.

Lesen sie in der Mai-Ausgabe des dbj, wie Dr. Olli Loukola die Idee zu dem Experiment kam. Dort stellen wir die Studie noch einmal ausführlich vor und Arbeitsgruppenleiter Dr. Lars Chittka verrät spannende Details aus dem Versuchsalltag der Hummelforscher.

Videos zur Studie, das auch den Hummelfußball zeigt, können Sie hier ansehen:

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