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Imker und Landwirte wollen zusammenarbeiten

17.11.2017

Obstbäume

Foto: Sabine Rübensaat

Bestäubung nötig: Im Internet können sich nun Imker und Landwirte auf einer neue Plattform suchen und finden.

Die neue Bestäubungs- und Trachtbörse auf der Onlineplattform meinbienenstand.de erntet großes Interesse. Eine Umfrage zeigt, dass viele Landwirte künftig mit Imkern zusammenarbeiten wollen.

Das Projekt der neuen Bestäubungs- und Trachtbörse auf der Onlineplattform meinbienenstand.de ist erst in einer Testphase in diesem Jahr gestartet. Doch die ersten Rückmeldungen dazu sind schon jetzt positiv. So haben die Initiatoren nun Umfrageergebnisse veröffentlicht, die zeigen, dass das Interesse an der Thematik sowie das Bedürfnis nach mehr Austausch bei beiden Zielgruppen hoch ist. Sowohl Imker als auch Landwirte gaben an, dass sie eine stärkere Kooperation mit der jeweiligen Person der anderen Seite als sinnvoll für sich selbst einschätzen. 80 Prozent der über 1.000 Umfrageteilnehmer antworteten entsprechend.

Die Umfrage ergab zudem, dass fast alle teilnehmenden Landwirte die Berücksichtigung des Bienenschutzes bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) als bedeutend einschätzen. Mehr als die Hälfte der Befragten beider Seiten gaben an, dass sie dabei persönlichen Informationsbedarf haben.

Mehr Infos zu Pflanzenschutzmitteln gewünscht

So wollen die Anbieter der Plattform künftig auch gezielte Informationen über den richtigen Umgang mit PSM und deren Eigenschaften bereitstellen. Zudem werden auch Antworten aus der Umfrage zu Benutzeroberfläche der Plattform und zum Umgang mit den Daten der Nutzer berücksichtigt.

In dem neuen Projekt der Bestäubungs- und Trachtbörse konnten Landwirte in einer ersten Testphase ihre Flächen mit Bestäubungs- und Trachtpflanzen für Imker online unter meinbienenstand.de zur Verfügung stellen. Die Börse wird gemeinsam mit den Nutzern ausgestaltet.

Imker sollen dieses Angebot künftig wahrnehmen können, um Trachtlücken zu schließen und die Entwicklung ihrer Völker zu fördern. Landwirte hingegen sollen damit laut der Initiatoren die Bestäubung ihrer Kulturen sicherstellen können, indem sie Kooperationen mit Imkern eingehen.

Blühflächenmonitoring geplant

Das Projekt mit dem vollen Namen "Bestäubungs- und Trachtbörse im Fachinformationssystem Mein Bienenstand – Landwirtschaft und Imkerei im Austausch" erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Neben der Entwicklung der Bestäubungs- und Trachtbörse ist auch ein Blühflächenmonitoring innerhalb des Projektgebiets vorgesehen.

Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das LAVES – Institut für Bienenkunde in Celle zusammen mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Mit dabei ist außerdem das Softwareunternehmen IP Syscon aus Hannover.

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