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Imkerei in Zahlen

26.10.2016

Dachimkerin

Foto: Henrike Lüderitz

Immer mehr Imker in den Städten: Gerne stellen sie ihre Bienenvölker auf Dächer.

Über 100.000 Imker sind derzeit beim Deutschen Imkerbund gemeldet. In seinem Jahresbericht gibt der D.I.B. einen Überblick über die aktuelle Imkerstatistik: Neben der Zahl der Bienenvölker wurde auch nach Alter und Geschlecht der Imker gefragt.

Immer mehr Deutsche entdecken die Imkerei als Hobby für sich – manch einer auch den Nebenerwerb oder steigt ganz auf die Imkerei als Beruf um. So verzeichnete der D.I.B. zum Jahresende 2015 (Stand: 31.12.2015) 103.370 Imkereien als Mitglieder und meldet eine seit 2008 steigende Mitgliederanzahl.

Zeitgleich mit dem Anstieg der beim D.I.B. registrierten Imker steigt aber auch die Anzahl derjenigen, die nicht in einem Imkerverein organisiert sind. So dürfte die wirkliche Zahl der deutschen Imker derzeit noch höher liegen.

Mehr Imker, aber nicht mehr Bienenvölker

Zwar konnte der Abwärtstrend der vergangenen Jahre bei den Völkerzahlen mittlerweile gestoppt werden, doch geht der Zuwachs bei den Imkern noch immer nicht mit einer steigenden Zahl bei den Bienenvölkern einher. "Dies liegt daran, dass gerade von den Neumitgliedern sehr wenige Völker gehalten werden, so dass der Durchschnitt mittlerweile bei 6,8 Völkern pro Mitglied liegt", meldet der Imkerbund.

Am stärksten bildet sich der Trend zur Imkerei in den Städten ab. Mittlerweile steigen in Großstädten wie Berlin die Zahlen so stark, dass der D.I.B. bereits von "Problemen" spricht, die eine zu hohe Dichte an Bienenvölkern mit sich bringen können.

So ist die regionale Verteilung der Bienenvölker in Deutschland sehr unterschiedlich: Zwar findet man die höchsten Völkerzahlen pro Imker in Mecklenburg-Vorpommern, dicht gefolgt von Brandenburg und die geringste Anzahl in Berlin. Im Vergleich zur Fläche zeigt sich jedoch, dass in Brandenburg mit 0,58 Völker/km2 und Mecklenburg-Vorpommern mit 0,64 Völker/km2 vergleichsweise wenige Bienenvölker in der selben Gegend gehalten werden wie etwa in Berlin, wo es etwa 6,05 Völker/km2 sind.

Imker: Mitte 50 und immer öfter weiblich

Obwohl sich in der deutschen Imkerszene viel verändert, tut sich nicht viel bei der Altersstruktur. Diese ist unverändert geblieben. Lag das Durchschnittsalter im Jahr 2014 noch bei 56,85 Jahren, so ist es im Jahr 2015 nur marginal auf 56,84 Jahre gesunken. Auch die Zahl der beitragsfreien Jungimker unter 18 Jahren hat sich kaum verändert: "Hier haben wir seit Jahren die gleiche Größenordnung zwischen 1,8 und 2,1 Prozent der Mitglieder", meldet der Verband.

Veränderungen – wieder vermehrt durch den Imkerboom in der Städten beeinflusst – gibt es dagegen bei der Zahl der Imkerinnen. Hier verzeichnet der D.I.B. seit dem Jahr 2009 eine stetige Steigerung. Von 5,07 Prozent ist die Anzahl der registrierten Imkerinnen im Jahr 2015 auf rund 16 Prozent gestiegen. In den Großstädten ist der Frauenanteil besonders hoch – etwa in Berlin mit 31,2 Prozent und in Hamburg mit 29 Prozent.

Genaue Zahlen zu den einzelnen Bundesländern und viele weitere Infos kann jeder im Jahresbericht des Deutschen Imkerbunds unter deutscherimkerbund.de nachlesen.>>>

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