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Imkerei Rautenberg: Werben für den Bienenhof

14.03.2016

Offline-Werbung

Fotos: Rautenberg

Mit Flyern und Plakaten werben die Rautenbergs in Kitas und Schulen für ihr Projekt.

Mit einer Crowdfunding-Kampagne sammeln Nadja und Martin Rautenberg Geld für eine Mitmach-Imkerei. Die Summe wächst und der Umbau des alten Hofs schreitet voran. Die beiden Imker müssen dennoch viel Überzeugungsarbeit leisten.

Aus einem alten Rinderstall soll unter anderem ein großer Schleuderraum werden. Draußen vor den Toren des Hofs am Rande der Lüneburger Heide soll eine Streuobstwiese entstehen. Nadja und Martin Rautenberg wollen eine Mitmach-Imkerei aufbauen und sammeln dafür Geld mit einer Crowdfunding-Kampagne.

(Die Bauarbeiten schreiten weiter voran.)

Die Hintergründe des Projekts können Sie hier nachlesen.>>>

Nachdem die beiden anfangs vielen Interessierten erklären mussten, wie Crowdfunding überhaupt abläuft und warum sie sich für diesen Weg für die Finanzierung ihrer Idee - der eigenen Mitmach-Imkerei - entschieden haben, steigt nun die Summe langsam an. Aktuell liegt sie bei 7.675 Euro und schon bald ist damit die erste Fundingschwelle bei 7.900 Euro erreicht und ein Teil des Projekts kann sicher realisiert werden.

Hatten die Rautenbergs die Schwelle ursprünglich bei 16.000 Euro eingeplant, so konnten sie den Wert nun heruntersetzten. Der Grund: eine großzügige Spende an Baumaterialien von einem privaten Unterstützer. Damit sind die ersten Bauarbeiten gesichert und der Umbau des alten Rinderstalls kann weitergehen. Derzeit sind noch immer die Abrissarbeiten der alten Stallungen in Arbeit.

Mit Plakaten und Flyern geworben

Dass die Crowdfunding-Summe gestiegen ist, erklärt sich Nadja Rautenberg vor allem durch ihre Offline-Kampagne: „Wir haben Plakate drucken lassen und diese im Ort verteilt. Zusätzlich haben wir Flyer drucken lassen, auf denen sich eine Biene zum Ausmalen zusammen mit einem kleinen Tütchen Saatgut und Informationen zu unserem Projekt befinden“, erzählt sie.

Die Flyer richten sich entsprechend der Gestaltung an eine der wichtigsten Zielgruppen des Projekts: die Kinder. Für das Projekt wollen die beiden Imker die Eltern mobilisieren, sich am Crowdfunding zu beteiligen. Daher haben sie in der vergangenen Woche die örtlichen Kindergärten besucht und wollen nun auch allen Grundschülern ihres Ortes – Müden in Niedersachsen – einen Flyer überreichen. „Wir hoffen, dass sich dann nochmal eine Welle der Unterstützung ausbreitet“, sagt Nadja Rautenberg.

Immer wieder muss sie ihr Projekt allerdings in Bezug auf die Gemeinnützigkeit verteidigen. Auch nach dem letzten Bericht des Deutschen Bienen-Journals wurde über Facebook angemerkt, dass sich die Rautenbergs wohl einen eigenen neuen Schleuderraum mit der Kampagne finanzieren wollen. Ein Zeitungsbericht führte zu der Kritik, dass sie sich auf Kosten anderer selbstständig machen möchten.

Die Kerngedanken des Crowdfunding

Dazu sagt Nadja Rautenberg: „Wir sehen in unserem Projekt die Gemeinnützigkeit, dass wir uns an dem angebotenen Programm nicht bereichern wollen. Sicherlich werden Kursgebühren anfallen, die Materialkosten decken sollen oder man sammelt einen Obolus ein, der wiederum in die weiterführenden Projekte wie der Streuobstwiese oder der Anschaffung von weiterem Veranschaulichungsmaterial fließt.“

Der Kritik, dass sie sich per Crowdfunding einen privaten neuen Schleuderraum finanzieren wollen, entgegnet die Imkerin: „Die Finanzierung seiner eigenen Sache durch eine Menge anderer ist Kerngedanke vom Crowdfunding und ist daher meiner Meinung nach nicht kritisierbar da offensichtlich.“ Außerdem besitzen die Rautenbergs bereits einen recht neuen und funktionalen Schleuderraum. Für die Mitmach-Imkerei benötigen sie allerdings mehr Platz, so dass auch mehrere Personen, wie beispielsweise Kindergarten- oder Schulgruppen, beim Schleudern dabei sein können.

„Ich sehe des Weiteren unser Projekt als gemeinnützig an, da wir einen Ort erschaffen wollen, der langfristig zu einer Anlaufstelle in Bienen- und Naturfragen für die nächsten Generationen wird. Alles, was wir umsetzen wollen und was wir später hier anbieten werden, kostet uns ja auch etwas – nämlich Zeit“, erklärt Nadja Rautenberg. Da sich die Räumlichkeiten jedoch in ihrem Privatbesitz befinden und sie kein Verein sind, können die Rautenbergs keine öffentlichen Fördermittel für das gesamte Projekt beantragen.

Geld-zurück-Garantie

Bleibt die Frage, was mit dem Geld passiert, wenn die Fundingschwelle oder das Fundingziel nicht erreicht wird. Hier tritt das Regelverfahren des Crowdfundings ein, denn die Kampagne läuft über die Plattform startnext.de, die die Formalitäten regelt: Das Geld wird dementsprechend nur dann ausgezahlt, wenn die benötigte Summe auch zusammen gekommen ist und die versprochenen „Dankeschön-Geschenke“ auch vergeben werden können. „In unserem Fall haben wir eine Fundingschwelle eingerichtet, mit der wir zumindest einen Teil des Projekts realisieren können. Sollte diese Schwelle nicht erreicht werden, bekommen alle Unterstützer automatisch ihr Geld zurück überwiesen“, sagt Nadja Rautenberg.

Noch ist aber Zeit bis zum 1. April 2016. So lange läuft die Kampagne noch und die Rautenbergs arbeiten fleißig daran, ihr Vorhaben noch bekannter zu machen. Sie hoffen nun auch auf die Unterstützung des Bürgermeisters ihres Ortes. Er möchte in der kommenden Woche vorbeikommen und sich das Projekt anschauen.

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