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In Deutschland sterben die Fluginsekten

19.10.2017

Insektensterben

Foto: Sabine Rübensaat

Ob Schmetterling, Nachtfalter oder Wildbiene. Fluginsekten sind in Deutschland massiv bedroht.

Eine Langzeitstudie belegt, dass in Deutschland ein Artensterben in der gesamten Insektenwelt stattfindet – und das in starkem Ausmaß. Um 75 Prozent hat die Biomasse an Fluginsekten abgenommen.

Wurden bislang eher kürzere Zeitspannen untersucht und gab es Studie hauptsächlich zu einzelnen Artengruppen wie Wildbienen, Schmetterlingen oder Nachfaltern, so liegt nun eine Studie des Insektensterbens in Deutschland in einem ganz anderen Umfang vor: Wissenschaftler haben Daten ausgewertet, die zeigen, wie über sich die gesamte Masse der Fluginsekten in Deutschland in den letzten 27 Jahren verändert hat. Es waren Daten zu 60 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland.

Die Studie wurde nun im Fachmagazin Plos One veröffentlicht und zeigt einen Schwund von über 75 Prozent im Durchschnitt – für die Sommerperiode 81,6 Prozent und zwischen April bis Oktober 76,7 Prozent. Um diese Zahl ging die Biomasse an Fluginsekten zurück, was nach Angabe des Nabu den Insektenschwund in Deutschland erstmals wirklich bestätigt. "Der Rückgang bei Fluginsekten wurde als Trend über alle untersuchten Standorte hinweg erkannt", schreibt der Naturschutzbund auf seiner Internetseite und verweist darauf, dass dieser Verlust nicht spezifisch für bestimmte Biotoptypen ist, sondern das ganze Offenland betrifft.

Untersucht wurden zwar Standorte in Schutzgebieten, doch diese grenzen großflächig an landwirtschaftlich genutzte Gebiete. So kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass vor allem die intensive Landwirtschaft Einfluss auf den Zustand der Insektenwelt tat. Definitiv belegen können sie es jedoch nicht.

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