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Insekten essen: Nein Danke!

09.06.2016

Drohnenmaden in der Pfanne

Foto: Sebastian Spiewok

Drohnenmaden in der Pfanne: Auch das sind essbare Insekten.

Reich an Proteinen und eine gute Alternative zu Fleisch: Insekten zu essen, hat Vorteile. Trotzdem lehnt es die Mehrheit der Deutschen ab.

In vielen Ländern dieser Erde gehören Insekten ganz selbstverständlich auf den Speiseplan. Sie sind reich an Proteinen und anders als die Fleischproduktion sind sie ziemlich klimafreundlich. Hierzulande gibt es allerdings noch ziemlich viele Vorurteile gegen Insekten als Nahrung. Und dabei ist es nicht einmal der Geschmack, der die Deutschen zögern lässt, sondern der Ekel-Faktor.

Einer Umfrage des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge, über deren Ergebnisse der Tagesspiegel berichtet, antworteten 59 Prozent der Befragten auf die Frage, ob sie sich vorstellen könnten, Insekten zu essen, mit Nein. Nur elf Prozent sagen uneingeschränkt Ja. 30 Prozent würden Insekten kosten, aber nur "ausnahmsweise zum Probieren und als Mutprobe".

Futtermittel ja, Nahrungsmittel eher nein

Anders sieht es aus, wenn man Insekten als Futtermittel in Erwägung zieht. Das könnten sich mehr Menschen vorstellen, als sie selbst zu verzehren.
Da das BfR einen Trend darin sieht, dass Insekten immer mehr zu einer Nahrungs- und Futterquelle werden könnten, wollen die Wissenschaftler nun untersuchen, ob und welche gesundheitlichen Risiken das bergen könnte.

Zwar werden bislang fast alle verzehrten Insekten der Natur entnommen, doch das könnte sich ändern, wenn mehr Menschen Insekten verzehren wollen. Dann müssten sie in einer industriellen Zucht unter kontrollierten Bedingungen produziert werden.

Insekten sind „neuartige“ Lebensmittel

Genau hier sehen die Wissenschaftler Lücken in der Forschung – sowohl in Bezug auf die technologischen Aufbereitungs- und Verarbeitungsschritte als auch auf die toxikologische und mikrobielle Sicherheit.

Insekten zählen in der EU lebensmittelrechtlich zu den neuartigen Lebensmitteln. Mal schauen, wann es soweit sein wird, dass auch wir sie als „normal“ auf unserem Speiseplan ansehen.

Ein kleiner Tipp für Imker: Auch Drohnenmaden eignen sich zum Verzehr. Die dbj-Redaktion hat das getestet und angebratene Drohnenpuppen verkostet und 14 Kollegen angeboten, von denen immerhin acht kosteten. Einige fragten sogar nach einen Nachschlag. Mehr dazu kann man hier nachlesen.>>>

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