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Klimawandel: Wenn Blüte und Biene sich verpassen

13.07.2017

Mauerbienen

Foto: G.D.

Mauerbienen sind vom Klimawandel besonders gefährdet.

Der Klimawandel hat direkte Folgen für Solitärbienen. Er verschiebt die Zeiten, in denen die Nahrungspflanzen der wilden Bienen blühen und lässt diese ihre Winterruhe früher beenden. Dieses Chaos bringt die Bienen in Not.

Dass es den Wildbienen hierzulande nicht gut geht, haben in letzter Zeit viele Untersuchungen belegt. Ein immer knapper werdendes Nahrungsangebot und fehlende Nistplätze machen es den über 550 verschiedenen Bienenarten nicht leicht. Folgen hat zudem der Klimawandel und das besonders für die Bienen, die solitär leben und auf einzelne ganz spezielle Pflanzen als Nahrungsquelle angewiesen sind.

Mit dem Klimawandel verschieben sich auch die Zeiten, in denen die Wildbienen ihre Winterruhe halten. Die Erwärmung und damit zusammenhängende milde Winter sorgen dafür, dass die Bienen früh erwachen – manchmal zu früh bzw. so früh, dass die Pflanze, auf die sie angewiesen sind, noch nicht blüht. Aber auch das Gegenteil kann passieren, wenn der Frühling lange auf sich warten lässt. Auch dann verpassen sich Nahrungsquelle und Wildbiene mit negativen Folgen für beide: Die Biene findet keine Nahrung, kann sich nicht vermehren und die Pflanze wird nicht bestäubt.

Klimawandel bringt Wildbienen durcheinander

Blühzeiten und Bienenaktivität hat die Natur eigentlich perfekt aufeinander abgestimmt angelegt. Durch den Klimawandel kommt die überlebenswichtige Synchronisation jedoch durcheinander. Die Folgen davon haben Forscher der Universität Würzburg untersucht. Sie haben drei verschiedene Solitärbienen und deren Nahrungspflanzen im Labor mit künstlichen Lichtquellen gehalten und dabei getestet, wie sich eine Manipulation der Temperatur und Lichtverhältnisse auswirkt.

Das Ergebnis: Schon eine kleine zeitliche Fehlabstimmung von drei oder sechs Tagen genügt, um den Bienen zu schaden. So konnten einige ohne ihre Futterpflanzen gar nicht überleben. Andere zeigten eine verminderte Aktivität und produzierten weniger Nachkommen. Letztere versuchten zwar zumindest eine alternative Nahrung zu finden; der Erfolg war mäßig.

Über die Untersuchungen der Julius-Maximilians-Universität Würzburg berichtet das Magazin "Natur". Die Ergebnisse sind im Journal of Animal Ecology erschienen.

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