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Kolumbianer für Saatgut-Souveränität

11.04.2014

© Sabine Rübensaat

Durch das Freihandelsabkommen dürfen die Kolumbianer nur noch zertifiziertes Saatgut für den Anbau verwendet.

Vom 6. März bis zum 6. April 2014 reisen drei Vertreter kolumbianischer Organisationen durch Europa, um für den Erhalt traditioneller Kulturpflanzen und die Rechte der kolumbianischen Bauern zu werben sowie Unterstützer zu gewinnen. Organisiert wurde die Reise von Cynthia Osorio vom Erhaltungs-Netzwerk „Samen des Lebens“. Veranstaltungen und Termine unter www.saatgutkampagne.org.
Durch das 2006 mit den USA geschlossene Freihandelsabkommen hat sich Kolumbien dazu verpflichtet, die Patentrechte auf Pflanzen anzuerkennen und durchzusetzen. 2010 erließ daraufhin die kolumbianische Landwirtschafts- und Viehzuchtbehörde (ICA) die Verordnung 970, nach der nur noch zertifiziertes Saatgut für den Anbau zugelassen ist. Das Gewinnen und Wiederverwenden von lokalen Pflanzensamen war nicht mehr gestattet. Die Saatgutvorräte der Bauern wurden beschlagnahmt.  Nach massiven Protesten wurde diese Verordnung vorerst dahingehend geändert, dass lokales Saatgut zwar wieder genutzt, jedoch nicht verkauft werden darf. Gekauft werden darf es etwa von den US-amerikanischen Firmen Monsanto und DuPont. Indigene, afro-kolumbianische, bäuerliche und soziale Organisationen heben in einer gemeinsamen Erklärung hervor, dass sie Saatgut als ein wichtiges „Kulturgut der Bevölkerung im Dienst der Menschheit“ ansehen, welches die Grundlage ihrer Nahrungssouveränität und Lebensmittelsicherheit darstellt. Die Informationsreise in Europa über den Widerstand in Kolumbien findet zu einer Zeit statt, in der auch in Europa über ein neues Saatgutgesetz und ein Freihandelsabkommen mit den USA verhandelt wird.  

Henrike Lüderitz

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