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Manukahonig: Neuer Test gegen Betrug

16.02.2017

Manukahonig

Foto: iStock

Manukahonig: Stark gefragt und gern unter falschem Vorschein verkauft.

Ein britisches Labor hat ein neues Analyseverfahren entwickelt, mit dem es gefälschten Manukahonig erkennt. Es hat auch bei bekannten Markenanbietern Fälschungen identifiziert.

Dass mehr Manukahonig auf dem Weltmarkt gehandelt wird, als ihn die neuseeländischen Bienen produzieren können, ist bekannt. Ein Bericht der Sunday Times zeigt das krasse Missverhältnis: So werden Schätzungen zufolge weltweit jedes Jahr 10.000 Tonnen Mankahonig verkauft. In Neuseeland werden jährlich aber nur rund 1.700 Tonnen produziert. Neue Testverfahren sind im Einsatz und in der Planung.

Manukahonig: Bis zu 74 Euro pro Kilo

Manukahonig gilt als besonders aufgrund seiner starken antibiotischen Wirkung. Er wird mittlerweile auch gerne in Naturkosmetik verwendet, die entsprechend teuer verkauft wird. Bis zu 74 Euro kostet derzeit ein Kilogramm Manukahonig. Das treibt einerseits viele Neuseeländer dazu mit der Imkerei und der Ernte von Manukahonig zu beginnen.

Einen ausführlichen Bericht über die neuseeländische Imkerei und den Imkerboom durch das Geschäft mit Manukahonig lesen Sie in Ausgabe 11/2016 des dbj.>>>

Andererseits ziehen die hohen Honigpreise auch den massenhaften Betrug mit Manukahonig nach sich. Ein privates Forschungslabor aus Großbritannien hat nun einem Bericht der Sunday Times zufolge eine Analysemethode entwickelt, die anzeigen soll, ob es sich um echten Manuka-Honig handelt oder nicht.

Händler nehmen Honig aus dem Sortiment

Sie erstellen anhand einer Massenspektrometrie ein Profil des Honigs und vergleichen es mit dem charakteristischen Profil von echtem Manukahonig. Bei einer Testreihe von hunderten Manukahonigen haben sie dadurch viele Fälschungen entdeckt – darunter auch die von bekannten Anbietern wie Holland & Barrett und Philip Cropp of Nelson. Ladenketten und Händler wie Amazon haben den Honig nach Bekanntwerden der Ergebnisse aus dem Sortiment genommen.

Die Anbieter verteidigen sich gegen die Vorwürfe und geben an, dass ihre Analysen jeweils ergeben hätten, dass es sich um echten Manukahonig handle. Dies zeigt ein Problem, das auch die neuseeländische Regierung schon erkannt hat und ändern will: Es gibt keine standardisierte wissenschaftliche Definition von Manukahonig. Auch die Regierung möchte nun laut Sunday Times ein eigenes Analyseverfahren entwickeln.

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