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Mehr Transparenz bei Zulassungen von Pflanzenschutzmitteln

19.02.2019

Biene auf Blüte

Foto: Sabine Rübensaat

Bienengefährlich oder nicht? Werden neue Pflanzenschutzmittel zugelassen, müssen die Behörden Auskunft über deren Wirkung geben und Studien früher öffentlich machen.

Studien, die in Vorbereitung von Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln erstellt werden, müssen künftig früher veröffentlicht werden. Das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission haben einen Kompromiss gefunden. Ausschlaggebend für das neue Vorgehen ist der öffentliche Druck durch die Europäische Bürgerinitiative "Stopp Glyphosat!".

Die Verordnung heißt "Transparenz und Nachhaltigkeit der EU-Risikobewertung im Bereich der Lebensmittelkette" und sie ändert das Verfahren rund um Zulassungen bzw. vorhergehende Risikobewertung unter anderem von Pestiziden, gentechnisch veränderter Organismen und Futtermittelzusatzstoffen. Zwar müssen das Europäische Parlament und der Rat noch final über die Verordnung entscheiden, doch es geht um einen Kompromiss, den Parlament, der Rat und die Europäische Kommission in der vergangenen Woche bereits ausgehandelt haben.

Studien zu Pestiziden kein Geschäftsgeheimnis mehr

Konkret bedeutet das: "Studien werden zukünftig veröffentlicht und die Entscheidungen der Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit nachvollziehbarer", das teilte Martin Häusling, Schattenberichterstatter der Grünen/EFA-Fraktion im federführenden Ausschuss für Umwelt und Gesundheit mit. Zudem werde es deutlich schwieriger, Studien mit Verweis auf das Geschäftsgeheimnis unter Verschluss zu halten. So müssten wissenschaftliche Studien zur Bewertung von Pflanzenschutzmitteln und Wirkstoffen in der Lebensmittelkette bereits bei der Antragstellung vorgelegt werden.

Diese Verordnung für mehr Transparenz ist eine Folge des öffentlichen Drucks, der durch das Wirken der Europäischen Bürgerinitiative "Stopp Glyphosat!" entstanden ist. Diese forderte mehr Transparenz bei der Zulassung von Pestiziden und sammelte in kurzer Zeit weit über eine Million Unterschriften.

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