1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Mysterium Drohnensammelplatz

14.08.2017

Drohnenfang

Fotos: LWG

Eingefangene Drohnen am Drohnensammelplatz: Jetzt können sie markiert und dann bis zum Bienenstock verfolgt werden.

Ein neues Forschungsprojekt will die noch ungeklärten Fragen rund um die Drohnensammelplätze klären. Im Einsatz sind dazu ferngesteuerte Drohnen.

Drohnensammelplätze sind ganz besondere Orte. Bis zu 20.000 Drohnen kommen hier zusammen in der Hoffnung eine Bienenkönigin zu treffen. Nur wenige von ihnen werden das Glück haben und die Königin begatten dürfen. Nach der Verpaarung hat die männliche Honigbiene ihr Dasein erfüllt und stirbt.

Der Ort an dem das ganze stattfindet, stellt die Wissenschaft noch heute vor viele ungeklärte Fragen und so wissen Bienenforscher noch immer nicht vollständig, was einen Drohnensammelplatz ausmacht und wie die Drohnen dorthin finden. Das will das Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) nun ändern und startet ein neues Forschungsprojekt.

Drohnen helfen bei der Drohnenerforschung

Mit einem Octocopter – besser bekannt als "Drohne" – begleiten sie die Drohne auf Augenhöhe. Der Octocopter fängt die Drohnen im Flug. Bestückt ist er mit einer Falle, die den Pheromon-Duft einer jungen Bienenkönigin enthält. Die Drohnen werden dann markiert und man kann sie später in den umliegenden Bienenvölkern wiederfinden. So bekommen die Forscher Daten zu den Reiserouten der Drohnen und können die geflogenen Entfernungen rekonstruieren. "Kein leichtes Unterfangen" nennt das die LWG in einer Mitteilung zum neuen Projekt, denn ein Drohn legt für sein einmaliges Tête-à-Tête bis zu 3 bis 5 Kilometer zurück.

(Bild: Drohne fängt Drohne: Mit Hilfe von Octocopter werden Drohnen gefangen und markiert.)

Noch stehen die Wissenschaftler vor der Frage, was genau einen Ort zum Drohnensammelplatz macht. Sie vermuten, dass besondere optische Reize, die nur von Bienen wahrgenommen werden können, eine Rolle spielen. Es könnten aber auch Pheromone, also chemische Botschaften sein, die das künftige Hochzeitspaar an einen solchen Drohnensammelplatz locken.

Bisher wissen die Forscher nur, dass Drohnen etwa zwölf Tage nach ihrem Schlupf die Sammelplätze aufsuchen, um den angeborenen Instinkt der Verpaarung nachzugehen. Die Drohnensammelplätze bleiben dabei oftmals über viele Jahre am gleichen Platz.

Das wollen auch Bienenzüchter gerne für sich nutzen und so stecken hinter dem Forschungsprojekt auch ihre Interessen. Künftig könnte es daher möglich werden, dass an den Belegstellen durch Drohnenfänge geprüft werden kann, ob sich fremdrassige Drohnen ihrem Einzugsbereich befinden.

Themen

Umfrage Wachs

Social Media

Folgen Sie uns auf Facebook   Folgen Sie uns auf YouTube   Folgen Sie uns auf Twitter.   Folgen Sie uns auf Google+.

Jubiläumsabo

Jubiläumsabo für das Deutsche Bienen-Journal
zum Jubiläumsabo des Deutschen Bienen-Journals
Logo Hummeln im Arsch

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr