1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Neonicotinoide: Bayer akzeptiert EU-Urteil nicht

09.08.2018

Bayer

Foto: Sabine Rübensaat

Bayer will Interpretationen des EU-Gerichts zum Pflanzenschutzgesetz überprüfen lassen.

Die Firma Bayer geht gegen das Urteil des Gerichts der Europäischen Union zu Neonicotinoiden vor.

Im Mai hatte das Gericht die Klagen von Bayer und Syngenta gegen das Teilverbot dreier Neonicotinoide im vollen Umfang abgewiesen. Nun will Bayer einige allgemeine Interpretationen des Gerichts zum Pflanzenschutzgesetz überprüfen lassen. Die Firma ist davon überzeugt, dass diese keine rechtliche Grundlage haben und die Rechtssicherheit für Wirkstoffe, die in der EU zugelassen wurden, gefährdet sei.

Das Gericht hatte bei seinem Urteil unter anderem den Vorsorgegrundsatz hervorgehoben. Demnach kann die EU-Kommission auch Schutzmaßnahmen ergreifen, bevor "das tatsächliche Vorliegen und die Schwere dieser Risiken in vollem Umfang nachgewiesen sind".

Bayer kritisiert: Verbot der drei Neonicotinoide sei unbegründet

Bayer kündigte allerdings an, die jüngste Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten zum Verbot der drei strittigen Neonicotinoide zu akzeptieren und den Antrag auf Wiederzulassung von Clothianidin zurückzuziehen. Bayer betonte jedoch, dass das Verbot aus Sicht der Firma wissenschaftlich unbegründet sei. Natur- und Verbraucherschutzorganisationen, wie die Aurelia Stiftung, die das Bündnis zum Schutz der Bienen koordiniert, kritisierten das Vorgehen von Bayer scharf.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr