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Neonicotinoide: Handelsverbot soll bleiben

04.06.2016

Getreidefeld

Foto: Sabine Rübensaat

Auf Feldern mit Wintergetreide soll kein Saatgut ausgebracht werden dürfen, dass aus dem Ausland stammt und mit Neonicotinoiden behandelt wurde.

Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt will nun doch keine Ausnahmen für die Verwendung von Neonicotinoiden auf deutschen Äckern zulassen. Noch vor der Aussaatsaison von Wintergetreide soll eine neue Verordnung in Kraft treten.

Noch bis 2017 sind die Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam sicher verboten und dürfen nicht auf deutschen Äckern ausgebracht werden. Dann muss die europäische Lebensmittelbehörde Efsa über die Neuzulassung entscheiden. Verboten wurden die Pflanzenschutzmitteln unter anderem deshalb, weil sie schädliche Auswirkungen auf Bienen haben können.

Durch das Verbot ist die Saatgutbehandlung mit diesen Insektiziden in Deutschland bei Wintergetreide unzulässig. Per Eilverordnung wurde im Sommer letzten Jahres erwirkt, dass auch kein behandeltes Saatgut aus anderen Ländern importiert und ausgesät werden durfte. Diese Eilverordnung möchte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) nun in einer neue dauerhafte Verordnung festschreiben.

Bienen vor Neonicotinoiden-haltigem Staub schützen

Das teilte das Ministerium am vergangenen Freitag mit. „Mein Ziel ist es, die Verordnung noch vor der Aussaatsaison in Kraft treten zu lassen, um so Bienen vor Neonikotinoiden-haltigem Staub zu schützen, der bei der Aussaat von Wintergetreide blühende Pflanzen belasten könnte“, erklärt Schmidt per Pressemitteilung.

Damit reagiert er auch auf Vorwürfe, er wolle die Neonicotinoide durch die Hintertür stillschweigend wieder auf deutschen Äckern zulassen. Im März gab es laut einem Online-Bericht der Süddeutschen Zeitung noch Pläne, genau diese Eilverordnung auslaufen zu lassen und so das Handelsverbot zu lockern. Diese sind nun angeblich vom Tisch.

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