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Neue Pestizide: Risiko für Honigbienen

09.08.2016

Biene auf Gelbsenf

Foto: Sabine Rübensaat

Bienengift für den Acker: Neue Pestizide mit dem Wirkstoff Sulfoxaflor stehen vor der Zulassung.

Pestizide, die Sulfoxaflor enthalten, sollen ähnlich wie Neonicotinoide wirken: schädlich für Bienen. In der EU ist der Wirkstoff bereits zugelassen. In Deutschland warten derzeit drei Anträge auf eine Zulassung.

Das Umweltinstitut München hat einen offenen Brief an die Bundesregierung geschrieben und fordert die zuständigen Ministerien darin auf, auch künftig keine Pestizide zuzulassen, die den Wirkstoff Sulfoxaflor enthalten. Denn dieser Wirkstoff gilt als bienengefährlich.

Kommt eine Biene mit ihm in Berührung soll Sulfoxaflor ähnlich wie die umstrittenen Neonicotinoide wirken. Diese können das Orientierungsverhalten von Bienen negativ beeinflussen, so dass diese nicht zurück in den Bienenstock finden.

Sulfoxaflor in der EU zugelassen

Dass Pflanzenschutzmittel mit Sulfoxaflor bald auf den deutschen Markt kommen könnten, geht aus der Antwort des Bundesregierung auf eine Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner hervor. Offiziell ist dazu noch nichts veröffentlicht worden. Auch das kritisiert das Umweltinstitut München. Die Bundesregierung argumentiert mit Datenschutzgründen.

Sie bestätigt jedoch, dass dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) drei Anträge auf Zulassung von Pestiziden mit dem Wirkstoff Sulfoxaflor in Deutschland vorliegen. In der EU ist Sulfoxaflor bereits seit August 2015 zugelassen.

Hohes Risiko für Honigbienen

Zur Gefährlichkeit des Stoffs schreibt die Bundesregierung: „Die EU-Wirkstoffprüfung für Sulfoxaflor hat ergeben, dass der Wirkstoff eine hohe Toxizität gegenüber Bienen und anderen Nichtziel-Arthropoden aufweist.“ Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) hat Sulfoxaflor zudem als noch nicht ausreichend untersucht eingestuft.

Dennoch hat die Zulassung auf europäischer Ebene eine Mehrheit gefunden. Deutschland hat sich bei der Abstimmung enthalten.


Die gesamte Antwort der Bundesregierung kann hier nachgelesen werden.>>>

Mehr zu den Forderungen des Umweltinstituts München lesen Sie hier.>>>

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