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Noch Luft nach oben

28.07.2014

© Werkbild

Der Maiszünsler wird auf einigen Feldern mithilfe von Schlupfwespen bekämpft.

Der biologische Pflanzenschutz hat in der Landwirtschaft in den vergangenen zehn Jahren zugenommen. Dies geht aus dem Statusbericht Biologischer Pflanzenschutz 2013 des Julius Kühn-Instituts (JKI) hervor. Allerdings hängt der Einsatz von zulassungspflichtigen biologischen Pflanzenschutzmitteln, Nützlingen und Pflanzenstärkungsmitteln stark von den jeweiligen Kulturen ab. So kommen die Verfahren im Freiland seltener zur Anwendung als in Glashäusern. Ein Beispiel ist der Einsatz der Schlupfwespe Trichogramma, die im Jahr 2010 auf 22.500 ha Mais gegen den Maiszünsler eingesetzt wurde. Das Apfelwicklergranulovirus wurde wiederum auf rund 30 % der Apfelanbaufläche zur Bekämpfung der Obstmade ausgebracht.

„Die Anwendung biologischer Verfahren hat seit der letzten Erhebung im Jahr 2003 in einigen Bereichen deutlich zugenommen, es ist aber noch viel Luft nach oben“, sagt Professor Johannes Jehle, Leiter des Instituts für Biologischen Pflanzenschutz des JKI. So wünschen sich die Landwirte vor allem verbesserte Verfahren, um Blattläuse und Thripse in verschiedenen Gewächshaus- und Freilandkulturen zu bekämpfen. „Die biologische Bekämpfung neu eingeschleppter Schädlinge ist schwierig, da hier erst natürliche biologische Gegenspieler gefunden und biologische Mittel entwickelt werden müssen.“

Die Einführung neuer biologischer Mittel in die Praxis scheitert jedoch oft an den hohen Zulassungskosten. Aufgrund ihrer selektiven Wirkung sind die Produkte meist nur für einen relativ kleinen Markt ausgelegt. Zudem ist für biologische Verfahren häufig eine umfangreichere Beratung der Betriebe notwendig. „Hier sollten weitere Anreize geschaffen werden, damit sich die Situation in den kommenden Jahren verbessert. Dann könnte sich der biologische Pflanzenschutz in Deutschland besser etablieren“, fasst Jehle zusammen.

Julius-Kühn-Institut / Sebastian Spiewok

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