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oHnig: Veganer Blütengeschmack

28.11.2017

oHnig

Foto: Tim Sommer

Das Ersatzprodukt oHnig ist vegan und soll so schmecken wie Honig.

Ein neues Honig-Ersatzprodukt ist auf dem Markt. "oHnig" will geschmacklich so nahe an das Original herankommen wie möglich – ist aber vegan.

Die Sorten heißen "Holunderblüte", "Lavendelblüte" und "Blütenmix". Die Hersteller versprechen "floralen Genuss". Der Aufmachung nach könnte "oHnig" auch Honig sein. Doch es ist ein Ersatzprodukt – und das soll es auch sein.

"Wir möchten zeigen, dass es für Menschen, die keinen Honig essen möchten oder dürfen, eine Alternative gibt, die von Farbe, Konsistenz und Geschmack nah an das Original heran kommt", erklärt Diane Lange, die Gründerin von Fräulein Emma's, die Marke unter der "oHnig" in einer kleinen Berliner Manufaktur entsteht. Doch sie ergänzt: "Jeder soll sofort wissen, dass es sich um eine Alternative zu Honig handelt." Dafür haben sie und ihr Mann, der als veganer Koch arbeitet, als Untertitel auf die Gläser geschrieben "der vegane Honigersatz".

Verwechslungsgefahr ausschließen

Sie wollen nach eigenen Aussagen eventuelle Verwirrung vermeiden und berufen sich auf Umfragen, die ergeben haben, dass die Konsumenten bei Fleisch- oder Milchalternativen sofort erkennen wollen, welchem Original sie ähneln. So setzen sie auch bei "oHnig" auf Transparenz. Erst kürzlich urteilte der Europäische Gerichtshof, dass Milchersatzprodukte nicht mit den bekannten Namen wie "Milch" oder "Käse" bezeichnet und beworben werden dürfen. Verbraucher sollen vor einer Verwechslungsgefahr geschützt werden.

Imkern, die nun kritisieren, dass "oHnig" geschmacklich und auch von den Inhaltsstoffen – etwa den besonderen Enzyme und sekundären Pflanzenstoffen, die im "richtigen" Honig enthalten sind – nicht an das "Original" herankommen kann, sagt Diane Lange, dass es ganz klar sei, dass ein Ersatzprodukt nicht zu 100 Prozent wie das Original schmeckt. "Das könnte man durch Chemie vielleicht hinbekommen. Doch das möchten wir gar nicht. Wir sagen auch nicht, dass oHnig die gleichen Inhaltstoffe oder Heilwirkungen wie Honig hat", erklärt sie. "oHnig" sei eine Alternative, wie Rübensirup oder Agavendicksaft, die aber geschmacklich nahe an Honig heran komme.

Das ist auch der Grund, warum diese Alternative nötig war. So kann man fürs Kochen oder Backen gut auf herkömmlichen Zucker umschwenken, denn dieser ist vegan. "Doch auf dem Brot oder im Tee schmeckt eine Honigalternative einfach besser und das Auge isst ja auch mit."

So entsteht der Blütengeschmack

Der Blütengeschmack kommt dadurch zustande, dass diese ganz einfach direkt mit im Kochtopf landen. So besteht "oHnig" zum größten Teil aus Rübenzucker und Apfelsaft sowie den verschiedenen Blüten. Dies kochen die Hersteller zu einem Sirup. Die Blüten werden vor dem Abfüllen herausgefiltert.

"oHnig" ist erst seit diesem Jahr auf dem Markt und das Produkt kommt laut Lange sehr gut an. Das mag auch daran liegen, dass vegane Produkte derzeit insgesamt sehr gefragt sind – bei allen Konsumenten. "Einige Kunden bemerken keinen Unterschied zu Honig. Andre sagen, dass es ähnlich schmeckt und wieder andre finden einen großen Unterschied", erzählt die oHnig-Herstellerin und freut sich, dass bei immer mehr Menschen neben Marmelade, Honig und herzhaftem Aufschnitt nun auch oHnig auf dem Frühstückstisch steht.

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