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Oxalsäure: Warnung vor zu hoher Konzentration

22.08.2017

Oxalsäure

Foto: Silke Beckedorf

Oxalsäure über die Bienen in die Wabengassen zu träufeln, gehört zum Standard bei vielen Imkern zur Varroabehandlung. Seit kurzem hat auch eine Produkt zur Sprühbehandlung mit Oxalsäure eine Zulassung.

Das Bieneninstitut in Celle erreichen vermehrt Fragen von Imkern zur Sprühbehandlung mit Oxalsäure gegen die Varroamilbe. Dabei geht es um das Produkt Oxuvar 5,7%. Dessen Anwendungshinweise werden offenbar häufig falsch verstanden.

Wer seine Bienen mit Oxalsäure gegen die Varroamilbe behandeln will, hat dafür durch die Neuzulassung des Mittels Oxuvar 5,7% der Firma Andermatt BioVet GmbH zwei Möglichkeiten: Entweder wie schon seit langem als 3,5%ige Oxalsäure-Dihydrat Lösung zur Träufel-Behandlung in brutfreien Völkern – was herkömmlicherweise im Winter gemacht wird. Oder durch die Neuzulassung des Alternativprodukts Oxuvar 5,7% als 3,0%ige Oxalsäure-Dihydrat Lösung zur Sprüh-Behandlung. Die zweite Methode bzw. das Produkt Oxuvar 5,7% hat erst seit kurzem die Zulassung für die Sprühbehandlung - bevorzugterweise wird diese bei Jungvölkern in der frühen Phase angewendet, wenn die neue Königin noch nicht in Eilage ist, sie also brutfrei sind.

Keine höher konzentrierte Oxalsäure-Lösung

Doch die neue Methode der Sprühbehandlung sorgt in Imkerkreisen für ein paar Irritationen. So weist das LAVES Institut für Bienenkunde Celle in einer aktuellen Mitteilung darauf hin, dass man sich bei der Anwendung genau an die Vorgaben des Herstellers halten und keine falschen Schlüsse aus dem Produktnamen mit der Angabe 5,7 Prozent ziehen sollte. Das Institut warnt: "Wer aus der Produktbezeichnung 'Oxuvar 5,7%' ableitet, die Bienen sollten jetzt mit einer höher konzentrierten Oxalsäure-Lösung behandelt werden, liegt falsch."

Wichtig sei, das per Gesetz apothekenpflichtige Produkt mit Trinkwasser so zu verdünnen, dass sich die zum Sprühen korrekte Konzentration von drei Prozent Oxalsäure-Dihydrat ergibt. Entsprechend muss Oxalsäure für die Träufelmethode Kristallzucker zugefügt werden, damit ein 3,5-prozentiges Oxalsäure-Dihydrat entsteht.

Die Bienenforscher Dr. Otto Boecking und Dr. Werner von der Ohe warnen Imker ausdrücklich davor, derartige Lösungen selbst herzustellen und nicht die zugelassenen fertig konfektionierten Tierarzneimittel zu nutzen. Denn das könnte die Bienen schädigen. Wichtige sei eine Anwendung genau nach den Angaben in den Gebrauchsanweisungen.

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