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Säure der Distel soll Glyphosat ersetzen

11.02.2018

Distel

Foto: Sabine Rübensaat

Ein Herbizid aus der Distel als Ersatz für Glyphosat: Die Forschung ist dran.

Eine italienische Chemikerin forscht an einer biologischen Alternative für Glyphosat: Pelargonsäure, die bei der Gewinnung von Öl aus der Disel entsteht, wirkt ähnlich.

Catia Bastioli ist eigentlich auf der Suche nach neuen Biokunststoffen und hat sich dafür auch die Distel vorgenommen, denn sie liefert unter anderen nutzbare Biomasse und Öl, sie ist genügsam und man kann sie in Gänze nutzen. Die Chefin des italienischen Biokunststoff-Herstellers Novamont hat bei ihren Forschungen allerdings auch entdeckt, dass sich die Pelargonsäure, die bei der Gewinnung des Distelöls entsteht, als Bio-Herbizid nutzen lässt.

Das aus Pelargonsäure hergestellte Produkt, wirkt – wie erste Freilandversuche zeigen – nicht systemisch und wird also von der Pflanze nicht aufgenommen. Dennoch werden die Blätter verbrannt und die Pflanze geht ein – also ähnlich wie nach dem Glyphosat-Einsatz.

Zulassung in Frankreich, Italien und Österreich

Bastioli selbst will zwar nicht von einer Glyphosat-Alternative sprechen, doch fest steht bereits, dass das Herbizid aus der Distel hervorragend zum Trocknen von Kartoffel- und Hartweizen-Pflanzen geeignet sei.

Auf der Grundlage von zweijährigen Versuchsergebnissen hat das Bio-Herbizid nun eine Zulassung für den Einsatz auf Kartoffel-Äckern, im Wein- und Obstanbau und auf öffentlichen Grünflächen in Frankreich, Italien und Österreich erhalten. Darüber und über die Hintergründe der Forschungen von Catia Bastioli berichtet die Süddeutsche Zeitung in einem Online-Beitrag.

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