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Schlechtes Jahr für Wespen und Hornissen

11.08.2017

Hornisse

Foto: Sabine Rübensaat

Diesen Sommer gilt es Wespen und Hornissen zu schützen.

In diesem Frühjahr hatten Wespen und Hornissen vielerorts keine guten Chancen sich zu vermehren. Jetzt gilt es sie zu schützen.

Waren die vergangenen Jahre starke Wespenjahre, so sieht das 2017 in den Regionen ganz anders aus, wo der Frühling erst spät durchstartete. Das Frühjahr war vergleichsweise kühl und nass – keine guten Voraussetzungen für die vielen hundert Wespenarten, die in Deutschland heimisch sind sowie für deren größte Vertreterin, der Hornisse. Sie konnten weniger starke Staaten aufbauen als in den Jahren zuvor. Deshalb weist der Nabu darauf hin, dass wir allen in diesem Sommer besonders rücksichtsvoll mit den Wespen umgehen sollten.

"Je nach Wetterlage und Region kann das Vorkommen von Wespen zwar variieren", sagt dazu Rainer Hanke, der Wespenbeauftragte des Nabu Thüringen. Er erwartet insgesamt kein gutes Wespenjahr für seine Region. Der Naturschutzverband fordert deshalb die Bevölkerung auf, Wespennester in Ruhe zu lassen.

Tipps um Wespen zu schützen

Damit sich die Wespenvölker im nächsten Jahr wieder stärker vermehren könnten, müssen sie jetzt genügend Jungköniginnen großziehen. Auch wenn viele Menschen vor allem im Hochsommer die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe lästig finden, da sie auf süße Getränke und Speisen sowie Grillfleisch fliegen, unterschätzen sie meist die Leistung der einigen hundert Wespenarten und deren bedeutende Funktion im Naturhaushalt.

Denn auch sie sind wichtige Bestäuber und sie tragen zudem dazu bei, die Anzahl vieler Schadinsekten klein zu halten, indem sie sie fressen und mit ihnen ihre Brut versorgen. Quellen belegen laut dem Nabu Thüringen, dass 300 Wespenarbeiterinnen etwa 2.500 Fliegen und 650 andere Insekten innerhalb von sechs Stunden erbeuten können.

Rainer Hanke rät deshalb: "Werden derzeit Wespennester am Haus entdeckt, können diese getrost dort belassen werden. Wer die Tiere seit Mai nicht bemerkt hat, kann auch noch bis zum Herbst warten bis das Volk sowieso abstirbt und nur die Königinnen überwintern."

Er empfiehlt die Nester über den Winter hängen zu lassen, damit nützliche Insekten wie zum Beispiel Schwebfliegen darin überwintern können. Damit es keine Probleme gibt, empfiehlt der Nabu einen Sicherheitsabstand von zwei bis drei Metern zu Nestern einzuhalten. Sind Kleinkinder auf dem Grundstück, ist eine Absperrung zum Beispiel mit einfachem Absperrband empfehlenswert.

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