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So schmerzhaft ist ein Bienenstich

10.11.2016

Bienenstich

Foto: Henrike Lüderitz

Ein Bienenstich schmerzt, aber nicht gleich stark an jeder Körperstelle.

Im Vergleich mit anderen Insektenstichen liegt der Stich der Honigbiene bei der Schmerzintensität nur im Mittelfeld. Untersucht hat dies der Insektenforscher Justin O. Schmidt. Zu seinen Selbstversuchen hat er ein Buch herausgebracht.

Ganz oben auf dem Schmerztreppchen der Skala von Justin O. Schmidt rangiert die Tropische Riesenameise, Paraponera clavata. Sie wird im Deutschen auch "24-Stundenameise" genannt, weil die höllischen Schmerzen ihres Stiches erst nach Ablauf dieser Zeitspanne nachlassen. So schlimm ist dies bei einem Stich der Honigbiene nicht.

Schmidt wurde von über 150 Insektenarten gestochen und hat 78 davon in seine Schmerzskala aufgenommen (Schmidt Sting Pain Index). Diese reicht von "0" für folgenfreie Stiche bis "4" für äußerst schmerzhafte Begegnungen. Der Bienenstich bekommt bei Schmidt eine 2 – also Mittelfeld.

Wie Justin O. Schmidt vorging, um die Stiche zu "sammeln", was er dabei erlebt hat und wie der wirklich zustande kam, erzählt er nun in seinem Buch "The Sting of the Wild", das in diesem Jahr veröffentlicht wurde.

Besonders schmerzhaft: Ein Bienenstich in die Nase

Und Schmidt hat auch schon Nachahmer gefunden bzw. Nachfolger seiner Insektenstichforschung. So hat der US-amerikanische Student Michael Smith die Schmerzintensität von Bienenstichen an verschiedenen Körperteilen untersucht. Dabei nahm er insgesamt 25 Körperstellen in Angriff, drei an einem Tag. Dazu hielt er eine Biene an die entsprechende Stelle, ließ sich stechen und ordnete anschließend den Schmerz auf einer Skala von 1 bis 10 ein.

Auf Platz 1 auf der Liste der schmerzhaftesten Stichstellen landete dabei ganz klar die Nase. Ihr folgen die Oberlippe und das Geschlechtsteil. Am wenigsten schmerzten die Stiche in den Kopf, in die Spitze des mittleren Zehs und in den Oberarm.Stiche schmerzen an einigen Stellen übrigens deshalb stärker als an anderen, weil die Schmerzrezeptoren in unserem Körper unterschiedlich verteilt sind.

(Grafik: Sebastian Spiewok/Wikipedia)

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