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Stadtbienen wollen Nektar statt Süßigkeiten

01.07.2016

Sonnenblume

Foto: Sabine Rübensaat

Bienennahrung Sonnenblume: Bienen sammeln auch in der Stadt lieber Nektar statt sich von Essensreste zu ernähren.

Bienen in der Stadt ernähren sich nicht grundsätzlich anders als die auf dem Land. Forscher aus dem USA sind der Frage nachgegangen, ob Bienen Zucker von Abfällen und Essensresten sammeln. Ergebnis: Blütennektar ist ihnen lieber.

Die Stadtimkerei liegt im Trend - auch weil viele Städte den Bienen gute Möglichkeiten bieten, Nektar zu sammeln. Vor allem Stadtbäume wie Ahorn, Kastanie, Robinie und Linde sind hervorragende Nahrungsquellen. Genau diese Tatsache hält die Bienen auch davon ab, sich in messbaren Mengen an alternativen, menschengemachten Zuckerquellen wie herumstehende Softdrinkdosen, Kuchen beim Bäcker oder Abfällen zu bedienen.

Das fanden Wissenschaftler um den Forscher Clint Penick von der North Carolina State University in Raleigh heraus, über die das Portal scinexx.de berichtet. Sie gingen den Fragen nach, ob Bienen in der Stadt genügend Nahrung in Form von Nektar finden und ob Stadtbienen auf andere Zuckerquellen ausweichen.

Haushaltszucker im Bienenmagen

Sie untersuchten Bienen aus 39 Stöcken – sowohl aus der mittelgroßen Stadt Raleigh als auch aus ländlichen Gebieten und von wild lebenden Völkern. Dabei schauten sie sich an, ob die Bienen Kohlenstoff-Isotope im Körper haben, die typisch für Mais und Zuckerrohr sind und deshalb darauf hindeuten, dass die Bienen Haushaltszucker oder Sirup zu sich genommen haben.

Im Ergebnis zeigten sich keine Unterschiede zwischen, dem, was die Bienen aus der Stadt und die vom Land in ihrem Körper hatten. Allerdings wurde sichtbar, dass Bienen, die von Imkern betreut werden, Zuckerwasser als Futter bekommen.

Stadtbienen ziehen also natürlichen Nektar und Honigtau von Pflanzen Limonade, Kuchen und anderen Süßigkeiten vor. Allerdings muss man einwenden, dass dies nur dann gilt, wenn die menschengemachten Alternativen eher vereinzelt und kreuz und quer verteilt zur Verfügung stehen.

Bienen wollen große Mengen

Denn Bienen mögen durchaus auch „Junkfood“. Voraussetzung ist allerdings, dass es als Massentracht zur Verfügung steht. Wenn beispielsweise große Mengen an Fässern mit Zucker oder Zuckersirupen offen herumstehen, nutzen Bienen diese gerne als Nahrungsquelle.

So geschehen ist das beispielsweise in Frankreich, als Bienen sich an den Abfällen einer Süßwarenfabrik bedienten und dort blaugefärbten Zucker sammelten und die Imker schließlich blauen Honig ernteten. Im niedersächsischen Uelzen kam es 2014 dazu, dass eine Zuckerfabrik abbrannte und die Bienen freien Zugang zu Zuckerresten hatten. Die Imker in der Umgebung der Fabrik konnten ihren verunreinigten Honig deshalb nicht mehr nutzen und bekamen Entschädigungen.

Bienen arbeite eben sehr effizient und meiden weite Wege, wenn es anders geht. Wie bei den Blüten auch, nutzen sie immer zuerst das, was in großer Menge zur Verfügung steht, ehe sie sich an Kleinkram machen. So fliegen sie eher alle gemeinsam in ein großes Rapsfeld statt den einzelnen Apfelbaum zum Nektarsammeln zu nutzen.

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