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Stärker belastet

26.03.2014

© Renja Bereswill, Universität Koblenz-Landau

Vor allem im Weinbau werden viele Fungizide eingesetzt.

Für die Zulassung werden die Konzentrationen von Pflanzenschutzmitteln in Gewässern nach korrekter Anwendung anhand mathematischer Modelle berechnet. Nur wenn die vorhergesagten Konzentrationen unterhalb der bedenklichen Wirkschwelle liegen, darf ein Pflanzenschutzmittel zugelassen werden. Allerdings wurde bislang nicht ausführlich geprüft, ob die errechneten Prognosen stimmen. Die Unterschiede zwischen Modell und Studie könnten auch daher rühren, dass Landwirte die Pflanzenschutzmittel falsch ausbringen. Doch dies würde nur etwa die Hälfte der zu hohen Werte erklären. In neun von zehn Fällen weichen Vorhersage und Realität um mehr als 30 % voneinander ab.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass das Modell die Fungizid-Konzentrationen in den Gewässern nicht angemessen vorhersagt“, erklärt Dr. Ralf Schulz vom Institut für Umweltwissenschaften Landau. Er empfiehlt daher, das Risiko zahlreicher zugelassener Wirkstoffe neu zu bewerten. Im Vergleich zu Insektiziden und Herbiziden ist über die Auswirkungen von Fungiziden auf Ökosysteme noch wenig bekannt. Erste Studien deuten jedoch darauf hin, dass sie einen starken Effekt auf Amphibien wie Frösche und Lurche haben. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Environmental Science and Technology veröffentlicht.

idw, Sebastian Spiewok

  

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