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Strom aus bienenfreundlichem Biogas

10.05.2018

Bienenfreundliches Biogas

Saaten Zeller GmbH & Co. KG

Statt Mais kann man auch Blühpflanzen zur Energiegewinnung nutzen.

Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb hat zusammen mit den Stadtwerken Nürtingen GmbH ein Kooperationsprojekt entwickelt, um die Stromgewinnung aus Biogasanlagen insektenfreundlicher zu gestalten: den sogenannten Bienenstrom.

Dabei fließt pro verbrauchte Kilowattstunde ein Cent Blühhilfebeitrag in den Aufbau und die Pflege von Blühflächen. Diese werden von Biogas-Landwirten im Biosphärengebiet Schwäbische Alb auf bisherigen Reinkulturflächen mit einer bienenfreundlichen Saatgutmischung angelegt.

Die Pflanzen können bis zu fünf Jahre genutzt werden. Im Energieertrag können sie zwar nicht mit Mais mithalten, aber sie eignen sich trotzdem zur Verwendung in Biogasanlagen. Gleichzeitig bieten sie eine Futterquelle für Insekten und Vögel und Lebensraum für größere Wildtiere. Ihre mehrjährige Nutzung und die geringere Düngung ergeben einen positiven Effekt auf Bodengüte und Grundwasserqualität.

13 Hektar Blühfläche

Die Landwirte erhalten einen jährlichen Betrag, um erhöhte Anbaukosten und Ertragsminderungen abzufangen, und werden zu Blühpaten. Über die Internetseite bienenstrom.de können Interessenten ihren Strombedarf in die von ihnen geförderten Blühflächen umrechnen. Pro Haushalt können beispielsweise etwa 500 m² in Lebensraum für Pflanzen und Insekten verwandelt werden.

In diesem Frühjahr sind bisher 13 Hektar Fläche zusammengekommen, die von neun Landwirten zum Blühen gebracht werden. Bei Erfolg des Projektes erhoffen sich die Initiatoren, die Blühflächen auf andere Biosphärengebiete oder auf ganz Deutschland erweitern zu können.

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