1 Half Banner Top

2 Full Banner Top / 3 Super Banner Top

Stunde der Wintervögel: Sorgenkind Amsel

21.01.2019

Amsel

Foto: Mike Lane/fotolia

Wie viele Amseln sind noch da?: Leider zeigt die "Stunde der Wintervögel" ein schlechtes Ergebnis. Amseln und auch Grünfinken geht es derzeit nicht so gut. Ein Grund: Sie finden immer weniger Erntereste und Wildblumensamen auf den Äckern.

Die bundesweite Zählaktion des NABU, die "Stunde der Wintervögel" ist beendet und gibt einen Lagebericht dazu, welche Vögel hierzulande überwintern und wie die Überwinterungsbedigungen 2019 sind. Nicht so gute Nachrichten gibt es dabei von der Amsel und dem Grünfink.

Der europaweit sehr milde Winter sorgt dafür, dass die Vögel in diesem Winter weniger lange Strecken zurücklegen bzw. vielfach nicht Richtung Süden ziehen. So kamen bislang weniger Vögel aus dem Norden und Osten Europas nach Deutschland und die Vögel, die in kalten Wintern von hier wegziehen, sind geblieben. So zeigen die Ergebnisse der "Stunde der Wintervögel" des NABU, mehr Stare, Ringeltauben, Heckenbraunellen und Rotkehlchen gesichtet wurden, die den Winter ansonsten oft nicht hier verbringen. Die bundesweite Zählaktion ist beendet und die Meldungen der mehr als 100.000 Teilnehmer, die in Gärten und Parks, auf Balkonen und an Vogelhäuschen die Vögel gezählt haben, sind ausgewertet.

Dabei zeigt sich eine unveränderte Rangfolge der Wintervögel im Vergleich auch zu den vergangenen Jahren. Am häufigsten gezählt wurden wieder Haussperling, Kohlmeise und Blaumeise. Eine Rangliste kann unter nabu.de eingesehen werden.>>>

Der milde Winter zeigte sich aber nicht nur darin, dass weniger Vögel nach Süden gezogen sind, sondern auch dadurch, dass weniger Wintervögel in den Gärten und an Vogelhäuschen gesichtet wurden. In den schneefreien Wäldern haben die Waldvögel noch gut Nahrung gefunden und sind deshalb bislang nicht in die Gärten zu den Futterstellen gezogen.

Finken finden immer weniger Erntereste auf den Äckern

Als Besonderheit für den Winter 2018/2019 meldet der NABU die Situation der Amseln und Grünfinken. Beide sind die Vogelarten, denen es – bedingt durch ihre Entwicklung über den vergangenen Sommer – derzeit nicht so gut geht. Vor allem die Amseln leider unter der Usutu-Epidemie, einer Viruserkrankung, die im Sommer 2018 bundesweit auftrat. So war die Anzahl der gezählten Amseln so schlecht wie bislang nie. Der NABU verzeichnete einen Rückgang von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zwar ist die Anzahl der Grünfinken in diesem Winter bislang nicht noch stärker gesunken als zuvor, aber auch diese Vogelart ist gesundheitlich angeschlagen: Sie leidet unter dem Parasiten Trichomoniasis, der sich vergangenen Sommer an den Futterstellen ausgebreitet hat. Zudem finden die Finken immer weniger Erntereste und Wildblumensamen auf den Äckern.

Die detaillierten Ergebnisse der Auswertung können hier nachgelesen werden.>>>

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr