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Thiacloprid: 2016 neue Rückstandswerte

18.04.2016

Rapsfeld

Foto: Sabine Rübensaat

Wenn die Rapsblüten weit geöffnet sind, dürfen Landwirte in diesem Jahr keine Mittel mit dem Wirkstoff Thiacloprid spritzen.

In diesem Jahr gelten niedrigere Rückstandswerte für Thiacloprid in Honig. Landwirte dürfen Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff allerdings nur sehr eingeschränkt einsetzen. Der Deutsche Imkerbund ruft Imker dazu auf, verstärkt Rapsfelder anzuwandern.

Thiacloprid ist der Wirkstoff im Pflanzenschutzmittel Biscaya. Es zählt zu den Neonicotinoiden und wird von Landwirten eingesetzt, wenn Rapsglanzkäfer und Kohlschotenmücke die Pflanzen befallen. Bisher konnte das Mittel in die offene Blüte gespritzt werden - da es als nicht bienengefährlich eingestuft ist. Anfang des Jahres setzte die Europäische Kommission die Rückstandshöchstwerte von Thiacloprid in unterschiedlichen Futter- und Lebensmitteln herunter, versehentlich auch für Honig. Statt 0,2 mg/ kg dürfen nun nur noch 0,05 mg/kg in Honig nachweisbar sein.

Probleme für Imker

Für Imker ist der niedrigere Grenzwert ein Problem: Nach Untersuchungen der Landesanstalt für Bienenkunde in Hohenheim liegen die Thiaclopridrückstände bei einem Viertel aller Honige mit hohem Rapsanteil über diesem Wert. Deshalb hat das Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für Landwirte den Einsatz von Pflanzenschutzmittel mit dem Wirkstoff Thiacloprid in der Saison 2016 die Anwendungsmöglichkeiten extrem eingeschränkt.

Das Mittel Biscaya gegen beißende Insekten wie den Rapsglanzkäfer darf nur noch bis zum dem Stadium angewendet werden, wenn sich am Hauptspross zwar erste Blütenblätter zeigen, die Blüten jedoch noch geschlossen sind. Ähnliche Einschränkungen ergeben sich für den Obstbau.

Bienenvölker zum Raps

Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes (D.I.B.), bittet die Imker, das Gespräch mit den Landwirten zu suchen. Er schlägt vor, die Rapsfelder in diesem Jahr mit besonders vielen Völkern anzuwandern. Die bessere Bestäubung könne den Ausfall kompensieren helfen, den die Landwirte durch die schlechteren Bekämpfungsbedingungen vermutlich haben werden.Für Rapshonige, die im Frühjahr 2015 geerntet und bisher noch nicht vermarktet wurden, gilt übrigens nach wie vor der alte Wert.

Einen ausführlichen Beitrag über die neuen Rückstandshöchstwerte von Thiacloprid lesen Sie in der Mai-Ausgabe des Deutschen Bienen-Journals die am 23. April 2016 erscheint.

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