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Umstrittener Chemiekonzern der Extraklasse

14.09.2016

Bayer AG

Foto: Bayer AG

Ein Megakonzern könnte entstehen: Monsanto hat das Übernahmeangebot von Bayer akzeptiert.

Bayer und Monsanto haben in Imkerkreisen keinen guten Ruf. Die Hersteller von Agrarchemie und gentechnisch verändertem Saatgut könnten künftig als ein großer Konzern auftreten. Das erntet Kritik.

Es war der dritte Versuch: Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer hat am heutigen Mittwoch die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto offiziell bestätigt. Monsanto hat dem Kaufangebot von Bayer von umgerechnet rund 59 Milliarden Euro zugestimmt.

Bayer und Monsanto: marktbeherrschende Stellung

Nur noch die Kartellbehörden oder die Monsanto-Aktionöre könnten dem Mega-Deal einen Strich durch die Rechnung machen. Sie müssen noch zustimmen. Mit dem Kartellrecht könnte es dem Portal businessinsider.de zufolge jedoch ein Problem geben.

So habe die internationale Verbraucherschutzorganisation SumOfUs ein Gutachten in Auftrag gegeben, das zu dem Schluss kommt, dass die Bayer-Monsanto-Fusion gegen ein US-Gesetz verstößt, das wettbewerbsverzerrende Unternehmenszusammenschlüsse untersagt. Und diese wären durch die Marktmacht des entstehenden Megakonzerns gegeben.

Mögliche Folgen: keine freie Entwicklung mehr im Saatgutsektor und steigende Preise für Verbraucher und Landwirte. Bleibt abzuwarten, wie die Kartellbehörden urteilen.

Mehr Monokulturen und gentechnisch veränderte Pflanzen

Die Übernahme würde Bayer zur weltweiten Nummer eins im Geschäft mit Pflanzenschutzmitteln und Saatgut machen. Und genau das kritisiert der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND).

Der neu entstehende Megakonzern würde eine marktbeherrschende Stellung im Bereich Saatgut, Gentechnik und Pestizide bekommen. "Damit würde auch sein politischer Einfluss auf die Gesetzgebung steigen. Der Konzern würde künftig verstärkt diktieren wollen, was Landwirte anbauen und welche Produkte auf dem Markt verfügbar sind", teilt die BUND-Gentechnikexpertin Heike Moldenhauer mit.

Laut BUND würde auch die Umwelt durch noch mehr Monokulturen und gentechnisch veränderte Pflanzen leiden. Und das hätte auch Folgen für die Bienen.

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