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Unkraut: Immer resistenter gegen Herbizide

15.02.2018

Spritzmittel

Foto: Sabine Rübensaat

Viel hilft viel: ein Trugschluss beim Einsatz von Herbiziden. Resistenzen entstehen.

Herbizide und Antibiotika haben etwas gemeinsam: Umso häufiger man sie einsetzt, umso eher entstehen Resistenzen. Eine Untersuchung zeigt, dass es immer mehr Superunkräuter gibt.

Wird ein Wirkstoff gegen vermeintliche Unkräuter vom Markt genommen, gibt es meist zügig einen Ersatz. So ist es auch ein Trugschluss zu glauben, dass ein Verbot von Glyphosat die Äcker und Wiesen Herbizid-frei machen. Dort wird nicht selten eine große Bandbreite an Mitteln ausgebracht und genau daran gewöhnen sich die Pflanzen auch. So entstehen Resistenzen und sogenannte Superunkräuter, die gegen verschiedenste Mittel keine Wirkung mehr zeigen.

Dass die Resistenzen gegen Herbizide und die Ausbreitung von Superunkräutern zunehmen, hat nun eine Untersuchung britischer Wissenschaftler der University of Sheffield gezeigt, über die sueddeutsche.de berichtet. Explizit untersucht haben das die Forscher anhand des Acker-Fuchsschwanzgrases, das sich auf Äckern in Deutschland mehr und mehr ausbreitet und gegen viele Herbizide resistent geworden ist. Ernteverluste von 50 Prozent seien keine Seltenheit.

Superunkräuter entstehen

Den Ökologen ist allerdings auch aufgefallen, dass die Landwirte die Pflanzenschutzmittel sehr willkürlich verspritzen und nicht gezielt an die Unkrautmenge anpassen. Das fördert die Resistenzbildung zusätzlich. Vermehrt herrscht nach Ansicht der Forscher bei den Landwirten die Sicht vor, dass es immer neue Mittel gegen störende Unkräuter geben werde, wenn eines versagt.

Doch das sei ein Trugschluss: Umso mehr Mittel eingesetzt werden, umso eher entstehen die Superunkräuter und gegen diese ist eben kein Kraut gewachsen. Dem Bericht zufolge sind die Ernteverluste aufgrund resistenter Superkräuter bereits nicht zu vernachlässigen. Folgen hat der starke Einsatz an Pflanzenschutzmitteln zudem für Mensch, Tier und Umwelt.
 

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