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Varroa-App ab sofort verfügbar

25.03.2019

Varroa-App

Foto: Fritz Höfler

Imkermeister Götz Reimold testet die Varroa-App.

Seit wenigen Tagen kann man die sogenannte Varroa-App herunterladen. Die Anwendung wurde in einem Kooperationsprojekt entwickelt und soll Imkern bei der Bekämpfung der Varroa unterstützen.

Mit dem offiziellen Startschuss am 15. März steht die App für Smartphones mit dem Betriebssystem Android im Google Play Store kostenfrei zur Verfügung. Die Varroa-App ist ein Gemeinschaftsprojekt des Instituts für Bienen und Imkerei Veitshöchheim, der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Landwirtschaftlichen Lehranstalten Triesdorf.

So funktioniert die Varroa-App

Doch wie kann eine App bei der Bekämpfung von Milben helfen? Projektbetreuer Fritz Höfler beschrieb dies in dbj 4/2018 so: "Unsere Zielgruppe sind die Imker. Diese geben den ausgezählten Milbenfall ihrer Völker in die App ein. Zusätzlich erhält die App Informationen von bereits vorhandenen Internetdiensten wie dem Varroawetter und dem TrachtNet. Auf Grundlage des Milbenfalls, des Wetters und der Trachtsituation bekommt der Imker dann eine konkrete Behandlungsempfehlung gegen die Varroa auf seinem Smartphone angezeigt."

Höfler verdeutlichte, dass die App Imkern auch dabei helfen, einen gemeinsamen Behandlungstermin zu finden. Hiermit solle der Reinvasion von Milben aus umliegenden Bienenvölkern vorgebeugt werden. Der Datenschutz werde dabei sehr ernst genommen.

Zwar wird die Entwicklung der App vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie dem Bezirk Mittelfranken finanziert, die App ist jedoch auch außerhalb Bayerns verfügbar. Die einzigen Beschränkungen der App bestehen darin, dass sie dem bayerischen Varroabekämpfungskonzept folgt und nicht auf Smartphones von Apple läuft. Letzteres soll sich aber schnell ändern.

Handykamera soll Milbenzahl bestimmen

"Je mehr mitmachen, desto engmaschiger wird das Informationsnetz und desto zielgerichteter kann der Einzelne Gegenmaßnahmen ergreifen", wirbt Höfler in einer aktuellen Pressemitteilung. Er plant in Zukunft mit einem Schweizer Projekt zusammenzuarbeiten, bei dem die Anzahl der auf die Bodeneinlage gefallenen Milben mit Hilfe der Handykamera relativ exakt und in Sekundenbruchteilen bestimmt werden kann.

Bis Oktober ist die Finanzierung der Varroa-App gesichert, eine Verlängerung des Pilotprojekts sei beantragt. Allerdings stehe und falle das Projekt mit der Zahl der Teilnehmer, betont Höfler.

Hier kann man die App herunterladen.>>>

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