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Varroa: Zweite Art schafft Wirtswechsel

01.12.2016

Varroa-Milben auf Bienenmaden

Foto: Sabine Rübensaat

Varroa-Milben belasten die Bienenvölker. Nun hat angeblich eine zweite Art den Wirtswechsel geschafft und könnte langfristig zur Bedrohung werden.

Auf Papua-Neuguinea wurden die ersten Bienenvölker der Westlichen Honigbiene gefunden, die von der Milbe Varroa jacobsoni befallen sind. Damit ist einer zweiten Art der Varroa-Milbe der Wirtswechsel gelungen.

Als vor rund 60 Jahren eine parasitische Milbe von der Östlichen Honigbiene Apis cerana auf die Westliche Honigbiene Apis mellifera übersprang, war der Name Varroa jacobsoni in aller Munde. Auch heute ist er noch vielen Imkern geläufig. Erst viel später stellte sich heraus, dass es sich um eine andere Milbenart handelte, die unseren Bienen fortan Probleme bereitete - nämlich Varroa destructor.

Nun haben Wissenschaftler der US-amerikanischen Purdue Universität jedoch festgestellt, dass auch Varroa jacobsoni auf Papua-Neuguinea der Sprung auf die Westliche Honigbiene gelungen ist.

Bislang handelt es sich dabei nur um einzelne Populationen, die ausschließlich auf Papua-Neuguinea vorkommen. Dennoch warnen die Forscher davor, dass sich diese Milbenart ebenfalls durch den globalen Handel weltweit ausbreiten könnte.

Anpassungsprozess der Milbe noch nicht abgeschlossen

Die Insektenkundlerin Gladys Andino berichtet dem Wissenschaftsportal scinexx.de zufolge, dass der Wirtswechsel noch nicht lange zurückliegt und dass der Anpassungsprozess der Milbe an ihre neue Nahrung noch läuft. So haben die Forscher aufgrund der frühen Entdeckung des Prozesses Hoffnung, neue Gefahren für die europäische Honigbiene noch begrenzen zu können.

Die Studie "Differential gene expression in Varroa jacobsoni mites following a host shift to European honey bees (Apis mellifera)" wurde in der Fachzeitschrift BMC Genomics veröffentlicht.

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