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Verbotene Neonicotinoide: Ausnahmen geplant

30.03.2016

Traktor sät Getreide aus

Foto: Sabine Rübensaat

Aussaat: Bei einigen Getreidesorten könnten möglicherweise bald wieder die verbotenen Neonicotinoide zum Einsatz kommen.

Noch sind die Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in der EU verboten. Sie gelten als bienenschädlich. Doch Agrarminister Schmidt plant einem Medienbericht zufolge, bald Ausnahmen zuzulassen.

Welche Risiken wirklich von den Neonicotinoiden ausgehen, muss die europäische Lebensmittelbehörde Efsa derzeit bewerten. Bis 2017 hat sie dafür noch Zeit. Ob die umstrittenen Stoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam dann wieder eine reguläre Zulassung bekommen, wird mit Spannung erwartet. Unter anderem weil sie schädliche Auswirkungen auf Bienen haben können, wurde ihr Einsatz als Pflanzenschutzmittel - meist als gebeiztes Saatgut - im Jahr 2013 in der EU verboten.

Handelsverbot soll gelockert werden

Wie die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf einen Entwurf aus dem Bundeslandwirtschaftsministerium mitteilt, plant Agrarminister Christian Schmidt (CSU) bald Ausnahmen für die Verwendung von Neonicotinoiden auf deutschen Äckern zuzulassen. Im Anbau von Getreidesorten wie Winterweizen, Winterroggen oder Wintergerste könnten die jetzt noch verbotenen Stoffe dann vorzeitig wieder angewendet werden.

Einhergehend mit dem Anwendungsverbot der Neonicotinoide besteht auch ein Handelsverbot, so dass die Stoffe nicht importiert werden dürfen. Genau hier setzen die Ausnahmen an, die Schmidt laut Süddeutscher Zeitung plant. So wolle der Minister das Handelsverbot nun offenbar aufweichen, indem er Saatgut, das bis zu einem bestimmten Grenzwert mit Neonicotinoiden behandelt ist, wieder erlaubt.

Berufsimkerbund wehrt sich

Gegen diese Pläne wehrt sich unter anderem der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) und kritisiert, dass der Minister damit den aktuellen Stand der Forschung ignoriere. "Wir erwarten vom Landwirtschaftsministerium, dass der Verordnungsentwurf umgehend zurückgezogen wird", sagte Walter Haefeker, vom Vorstand des DBIB, dem Medienbericht zufolge.

Den Bericht der Süddeutschen Zeitung können Sie hier nachlesen.>>>

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