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Verunreinigtes Bienenwachs im Umlauf

23.09.2016

Mittelwände

Foto: Sabine Rübensaat

Mittelwände mit Paraffin: Gefahr für Bienen und Honig.

Vorsicht beim Kauf von Mittelwänden: Derzeit wird Bienenwachs verkauft, das Verunreinigungen enthält. Im Bienenvolk kann das Schäden hinterlassen.

Mittelwände, dessen Wachs mit Paraffin, Stearin oder anderen Verunreinigungen gestreckt wurde, haben eine untypischen, gummiartigen Geruch und sind bei der üblichen Raumtemperatur von 15 bis 25 Grad relativ spröde. Das Einlöten fällt somit meist schwer.

Die größte Gefahr: Bei sehr hohen Temperaturen im Hochsommer kann es passieren, dass die Mittelwände schmelzen und aus den Rähmchen fallen. Der Grund liegt in der niedrigeren Schmelztemperatur von Paraffin: So schmilzt Weichparaffin bereits bei 45 Grad und Hartparaffin bei 50 bis 60 Grad. Bienenwachs hält dagegen meist 62 bis 65 Grad aus.

Gepantschtes Wachs: Folgen für Bienen und Honig

Die verunreinigten Mittelwände riechen untypisch und fühlen sich untypisch an. Das spüren auch die Bienen und bauen diese Mittelwände eher ungleichmäßig aus. „Gravierend ist, dass Eier und junge Larven aus den Brutzellen der Waben solcher ausgebauter Mittelwände herausgefressen werden, während direkt daneben hängende, ältere Brutwaben ein völlig normales Brutnest aufweisen“, berichtet der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) in einer Warnmeldung zu den aufgetauchten, verunreinigten Wachs.

Neben der Gefahr, dass die Entwicklung der Bienenvölker negativ beeinflusst werde, bestehe grundsätzlich auch die Gefahr, dass eingelagerter Honig kontaminiert werden kann, erklärt der D.I.B..

Nicht von niedrigen Preisen täuschen lassen

Zuerst hatte der Verein Schweizerischer Mellifera Bienenfreunde über Mittelwände berichtet, die derzeit im Umlauf und mit Paraffin gestreckt sind. Sie würden sowohl über ebay verkauft als auch von deutschen und französischen Online-Händlern, die mit den Mittelwänden gefälschte Reinheitszertifikate verschicken.

Auffällig ist dem Schweizer Imkerverein zufolge der niedrige Preis, denn sie würden teilweise etwa zum halben Preis der sonst üblichen Kosten angeboten. Imker sollten sich von derart niedrigen Preisen nicht täuschen lassen.

Verunreinigte Mittelwände: Probleme melden

Der D.I.B. geht bislang jedoch noch von verschiedenen Verunreinigungen aus bzw. werde dies gerade noch untersucht. Auch beschränke sich der Verkauf der verunreinigten Mittelwände nicht auf das Internet. "Der Sachverhalt sei noch relativ unklar. So wisse man noch nicht, um welche Verunreinigungen es sich genau handelt und über welche Vertriebswege das Wachs in die Imkereien gelangt ist.

Der Imkerbund ruft deshalb alle Imker, die derartige Mittelwände gekauft haben, dazu auf, sich zu melden. Zudem rät der D.I.B., Waben mit verfälschtem Wachs auf keinen Fall in den Wachskreislauf einzubringen.

Unter folgender Mailadresse wachsproblem@online.de können die Beobachtungen mit Angabe des Absenders, des Fachhändlers, der gekauften Menge und des Kaufdatums an den D.I.B. gemeldet werden.  

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